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Umbenennung

Karl-Wagenfeld-Weg ist bald Geschichte

21.02.2014 | 19:19 Uhr
Karl-Wagenfeld-Weg ist bald Geschichte
Der Karl-Wagenfeld-Weg soll bald einen neuen Namen erhalten und nicht mehr länger an den umstrittenen Heimatschriftsteller erinnern.Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen-Buer.   Kleine Straße in Buer soll nicht länger an Stütze des NS-Regimes erinnern. Die Stadt hat bereits mit betroffenen Anwohnern gesprochen. Jetzt muss noch ein neuer Name gefunden werden.

So schnell wie im vergangenen Jahr die Forderung nach Umbenennung des Karl-Wagenfeld-Weges in Buer aufkam, so amtlich korrekt schreitet der Prozess zur Umsetzung dieser Idee voran. Fest steht: Der Karl-Wagenfeld-Weg wird eine neue Straßenbezeichnung erhalten. Wann das passieren wird und an welche Person der neue Schriftzug erinnern soll, das ist im Detail noch nicht geklärt.

Zur Vorgeschichte: Im Herbst vergangenen Jahres hatte Andreas Jordan vom Gelsenzentrum, dem in Horst ansässigen Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte, den Vorschlag öffentlich gemacht, den Karl-Wagenfeld-Weg umzubenennen. Die Begründung: Karl Wagenfeld war nicht nur Lehrer, Schriftsteller und Mitbegründer des Westfälischen Heimatbundes, sondern auch ein überzeugter Nationalsozialist und eine Stütze des Terror-Regimes.

Martin Schulmann, Sprecher der Stadtverwaltung: „Der Ältestenrat hat inzwischen der Umbenennung zugestimmt.“ Diese soll in enger Abstimmung mit den unmittelbar betroffenen Bewohnern geschehen. Zwar zählt der Karl-Wagenfeld-Weg nur 37 Hausnummern, dennoch ist der Aufwand, der mit einer Namensveränderung verbunden ist, für jeden einzelnen Anwohner sehr groß.

Großer Aufwand

Es müssen Briefköpfe verändert, Arbeitgeber, Versorgungsunternehmen, Freunde und Bekannte über die neue Adresse informiert werden. Und es müssen Personalausweise, Pässe und andere Dokumente aktualisiert werden, was dann natürlich auch mit Kosten verbunden ist. Im November habe die Verwaltung erste Gespräche mit den betroffenen Anwohnern geführt und dabei signalisiert bekommen, dass grundsätzlich keine Bedenken bestehen gegen eine Namensänderung. In Abstimmung mit dem Institut für Stadtgeschichte und Verein für Orts- und Heimatkunde soll jetzt ein neuer Name gefunden werden. Martin Schulmann: „Dass der Karl-Wagenfeld-Weg umbenannt wird, steht außer Frage. Ein konkreter Termin für die Umbenennung ist aber noch nicht bekannt.“

Wolfgang Laufs

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