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Junge Leute ans Buch

11.11.2009 | 10:00 Uhr

Die Literatur-Projektwoche in der Hasseler Galerie Alfred-Schmidt-Haus begeistert Schüler, Lehrer und Veranstalter.

Konzentriert hat Julian eine Karte von Ungarn in sein dickes Ringbuch gezeichnet. Man erkennt die Umrisse des Landes sofort, innen grün, auch die Hauptstadt Budapest ist am rechten Platz. Seinen Vater Mihaly, der 1988 von Ungarn Richtung Westen zog, hat Julian schon befragt, warum er sich damals auf den Weg gemacht hat. Jetzt überlegt er, wie er aus dem Interview eine Geschichte formuliert – und sie zu Papier bringt.

Schüler der Förderschule beteilgten sich am 10.11.2009 an einer Schreibwerkstatt in der Galerie Alfred-Schmitt-Haus in Gelsenkirchen-Hassel. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Etwa zehn Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren, Schüler der Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung in Hassel, erleben in dieser Woche im Alfred-Schmidt-Haus Unterricht der etwas anderen Art. „Literatur” steht im Mittelpunkt des Projekts, aber nicht in dem Sinne, dass die jungen Leute hauptsächlich Lesungen lauschen. Sicher, drei Autorinnen – Inge Meyer-Dietrich, Tanja Bern und Kira Schmidt – nahmen die Zuhörer mit auf eine spannende Reise in ihr literarisches Schaffen. Im Vordergrund stand dabei, die Schüler anzuregen, sich eigene Gedanken über das Gehörte zu machen und selbst aktiv zu werden.

Was fruchtete, wie man schon am zweiten Tag des – vom Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen geförderten – Projekts in der Galerie erleben konnte. Angeregt durch eine Kurzgeschichte von Tanja Bern, vertiefte sich Fabian ins Mittelalter. Einige Seiten sind bereits gefüllt mit Erlebnissen von Cedric, der das Handwerk eines Schmieds erlernt. Welche Produkte stellt der Lehrling her? „Schwerter und Rüstungen”, verrät Fabian.

Die Beschäftigung mit Literatur sei zwar Bestandteil des Schulunterrichts, freute sich Lehrerin Astrid Seidel. Das Projekt in den Räumen der Galerie jedoch sei etwas Besonderes. „Die Schüler lernen aktiv in einer anderen Umgebung. Und sie tun es gerne!” Auch Referendarin Astrid Geipel zeigt sich beeindruckt von der motivierenden Wirkung des Projekts. „Es ist schön zu sehen, dass die Jungen so kreativ sind, aus sich herausgehen können, dass sie so etwas durchziehen.”

Man werde die Zusammenarbeit im nächsten Jahr fortsetzen, nickten sich die Pädagoginnen sowie die Galeristinnen Monika Schmidt-Brockmann und Kira Schmidt zu.

Literarischer Abend

Bertram Batterewitz

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Kommentare
11.11.2009
18:39
Junge Leute ans Buch
von Julian Der Vom ertsen absatz | #1

Haha Fabian Da ist doch ein foto von dir musst du nicht traurig sein!!!

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