Jede Menge Blues im Gelsenkirchener Lokal ohne Namen

Seit über 30 Jahren begeistern sie die Szene am Abend vor Heiligabend: die Band White, Hot & Blue.
Seit über 30 Jahren begeistern sie die Szene am Abend vor Heiligabend: die Band White, Hot & Blue.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Traditionskonzert lockte wieder die Bueraner Szene an die Hagenstraße: Seit mehr al 30 Jahren rockt die Band „White Hot & Blue“ am Abend vor Heiligabend das „Lokal ohne Nomen“. Doch auch, wenn man meint alles zu kennen: 2014 gab es eine Neuerung.

Dass in Buer tatsächlich Plakate klebten, die auf das Konzert von „White Hot & Blue“ im buerschen „Lokal ohne Namen“ aufmerksam machten, mag vielen Bueranern beinahe überflüssig erscheinen. Schließlich ist die Veranstaltung am 23. Dezember schon seit Jahrzehnten ein fester Termin im Kalender.

Ebenso im kollektiven Gedächtnis der Szene eingebrannt, ist die Tatsache, dass es an diesem Abend im „Lokal ohne Namen“ proppenvoll ist. Musikalisch steht das Konzert immer ganz im Zeichen des Blues, dem sich „White Hot & Blue“ verschrieben haben.

Neuer Schlagzeuger

Doch natürlich gibt es bei einer Band, die seit über 30 Jahren existiert, auch Veränderungen. Zum ersten mal dabei war Bernd Gremm, der neue Schlagzeuger. Das musste der Hörer allerdings wissen. Gramms Spiel fügte in die Musik ein, als wäre er schon von Anfang an dabei. Darüber hinaus zeigte er in einem furiosen Solo sein Können. Für viel Aufsehen sorgte auch der Auftritt von Gastmusiker Maik Resinek. Mit einer rauen und kraftvollen Stimme und vor allem einer Bluesharp ausgestattet, bereicherte er den Sound der Gruppe. Dafür gab es jede Menge Jubel aus dem Publikum.

Keine altersbedingten Ermüdungserscheinungen

Das mittlerweile fortgeschrittene Alter der Musiker nimmt die Gruppe übrigens mit Humor. In Anbetracht der in diesem Jahr verstorbenen Bluesgrößen, wie Jack Bruce oder Johnny Winter, scherzte Gitarrist und Sänger Thomas Erkelenz „Ich war mir vorher auch nicht sicher, ob wir heute alle hier erscheinen können“.

Von möglichen altersbedingten Ermüdungserscheinungen war allerdings nichts zu spüren. Fast drei Stunden Musik wurde den Gästen geboten, während die Temperatur im Lokal immer weiter stieg. Schon zur Pause des Vorweihnachtskonzerts waren Musiker und Gäste durchgeschwitzt – bestimmt nicht zum letzten mal an diesem Datum in diesem Lokal.