In Hassel rückt das Ende der Baustelle näher

In diesem Teil des neuen Stadtteilzentrums Hassel sind Beratungsstellen und eine Ergotherapie untergebracht.
In diesem Teil des neuen Stadtteilzentrums Hassel sind Beratungsstellen und eine Ergotherapie untergebracht.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Das neue Stadtteilzentrum Hassel nimmt Konturen an. Treffpunkt, Begegnungsstätte, Beratungsstelle, Jugendzentrum, Fahrradwerkstatt und Gastronomie gehen am 23. August in Betrieb.

Gelsenkirchen-Hassel.  . Wolfgang Rossmann, Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Lukas-Kirchengemeinde, nimmt noch Wetten an: Ob die Männer vom Bau es schaffen, das neue Stadtteilzentrum Hassel rechtzeitig zum Eröffnungstermin am 23. August fertig zu stellen? Wie das so ist auf Baustellen: Wochen vor der Übergabe deutet nichts darauf hin, dass sich der Vorhang pünktlich auf der Theaterbühne des Bonni hebt, dass das Restaurant Appetit auf abwechslungsreiche Mahlzeiten macht, dass die Fahrradwerkstatt einziehen kann und Beratungsstellen ihren Service anbieten. Verzögerungen darf es jetzt nicht mehr geben, denn das Programm für den Eröffnungssonntag ist festgezurrt.

Wer sich jetzt die Baustelle am Eppmannsweg ansieht, wird feststellen: Nur die Lukaskirche ist geblieben. Die Neubauten drumherum nehmen Sucht- und Schuldnerberatung, das Jugendzentrum, die Gastronomie, die Radwerkstatt und die Begegnungsstätte auf. „Acht Jahre harter Arbeit liegen hinter uns“, blickt Wolfgang Rossmann auf die Vorbereitung und Planung des Projektes und die eigentliche Bauphase zurück, die knapp zwei Jahre dauerte.

Das Stadtteilzentrum Hassel wird natürlich mehr als nur runderneuerte Gemeinderäume: Es ist Stadtteilmittelpunkt, Treffpunkt und Begegnungsstätte für jedermann, weltoffen, bewusst ökumenisch und multireligiös angelegt. Pfarrer Hagen Schillig legt aber Wert auf die Feststellung, dass mit der Öffnung der Gemeinde zum Stadtteilzentrum auch erhalten werden konnte, was der evangelische Kirchengemeinde in Hassel wichtig ist.

Bürgerstiftung als Träger

Eine weitere Besonderheit: Das Stadtteilzentrum wird nicht von der Kirchengemeinde allein getragen, sondern von der Bürgerstiftung Hassel. Darin wirken u.a. die evangelische und die katholische Gemeinde, die neuapostolische und die muslimische Gemeinde mit, die Stadt ebenso wie SPD und Unternehmen, die im Stadtteil eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören Eon, BP, RAG, Deutsche Annington, die Stadtsparkasse und die Volksbank. Der Stiftungsvorstand besteht aus Rolf Heinrich, dem ehemaligen Pfarrer der evangelischen Gemeinde, der den Vorsitz inne hat, sowie aus Heike Lorenz, Volker Mischinski, Rüdiger Hippler und Ursula Neubauer.

Speisenim Restaurant Dietrich

Herzstück des Stadtteilzentrums ist die Gastronomie Dietrich, die die umliegenden Schulen und Kindertagesstätten mit Mahlzeiten versorgen will, aber auch Gästen aus dem Stadtteil offen steht. Das Restaurant wird integrativ, also mit Menschen mit und ohne Behinderung, geführt. Zwar gibt es eine Theke, aber Peter Smock betont ausdrücklich: „Serviert wird am Platz.“