Ideen gesucht für eine lebendige Schule

Auch die Grundschule Im Brömm machte bei der ersten Bildungskonferenz in Scholven mit.
Auch die Grundschule Im Brömm machte bei der ersten Bildungskonferenz in Scholven mit.
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Was wir bereits wissen
Bildung findet nur im Rahmen des engen Lehrplans der Schulen statt? Das sehen die Akteure der Projektgruppe „Grundschulen der Zukunft“ anders. Sie baten in Scholven zur ersten Bildungskonferenz.

Gelsenkirchen-Scholven.  . Bildung findet nur im Rahmen des engen Lehrplans der Schulen statt? Das sehen die Akteure der Projektgruppe „Grundschulen der Zukunft“ anders. Schule sollte stärker in ihrem unmittelbaren Umfeld verankert sein, sind sie sich einig und baten deshalb zur ersten Bildungskonferenz in Scholven.

„Sozialraumorientierte inklusive Bildung für alle Kinder und alle Bürger“ lautete der etwas sperrige Titel der Diskussion im Gemeindezentrum von St. Josef, an der neben Vertretern der Projektgruppe auch bestehende Bündnispartner und die, die es werden könnten, teilnahmen. Rund 60 Gäste trafen sich an der Buddestraße Ecke Werdener Straße, um gemeinsam neue Ideen zur Gestaltung einer lebendigen Schule zu entwickeln. „Wir möchten die Vielfalt und die Kompetenzen der in der Schule arbeitenden und lernenden Menschen nutzen und dabei helfen, dass sie sich entfalten können“, erklärte Rüdiger Schrade-Tönnißen von „Grundschulen der Zukunft“ das gemeinsame Bestreben.

Lernende Stadt

Nähere Informationen zum Thema bekamen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch einen Vortrag des Inklusion-Fachmanns Professor Manfred Wittrock von der Universität Oldenburg, der vor allem auf die am Sozialraum orientierte Bildung einging. In einer anschließenden Diskussion blieb genug Zeit, um Fragen zu stellen und sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen.

„Das große Ziel im Bildungsbereich ist für uns, dass es gelingt, Gelsenkirchen als ‚Lernende Stadt‘ zu verstehen. Und diese Veranstaltung könnte ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin sein“, erklärte Werner Rybarski vom aGEnda 21-Büro. Aus diesem Grund sei die Bildungskonferenz in Verbindung mit dem Wettbewerb Zukunftsstadt zu verorten, bei dem Gelsenkirchen mit genau diesem Schwerpunkt teilnimmt, so Rybarski weiter.

Schule der Zukunft

Während der letzten Stunde der Konferenz blieb genügend Zeit, sich näher kennenzulernen und tiefer in die Materie einzusteigen. Auch erste Verabredungen zu einer möglichen Zusammenarbeit wurden getroffen, denn in einem waren sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einig: Gemeinsam wolle man die Schule der Zukunft und damit auch den Bildungsbereich im Gelsenkirchener Norden angehen.

Das aGEnda 21-Büro an der Von-Oven-Straße 19 in der Gelsenkirchener Innenstadt wird getragen vom Referat Außerschulische Bildung der Stadt und vom Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Es ist geöffnet: montags bis donnerstags von 9 bis 14.30 Uhr sowie freitags von 9 bis 12.30 Uhr; Internet: www.aGEnda21.info