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Haus Lüttinghof

Ideen für die Wiederbelebung

22.08.2012 | 11:11 Uhr
Ideen für die Wiederbelebung
Gerüst und Schutznetze versperren noch den Blick auf den Farbwechsel, den die Fassade von Haus Lüttinghof erhält.Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen-Hassel. Hinter den blau-grünen Schutznetzen am Gerüst kündigt sich der Farbwechsel bereits an: Im Herbst, wenn die Sanierung zu Ende geht, ist das dunkle Rot vergessen und die Wasserburg Haus Lüttinghof erstrahlt in einem historisch angemessenen Beige-Ton. Spätestens dann soll Gelsenkirchens ältestes Baudenkmal wieder Leben eingehaucht werden.

„Die Fassadenrenovierung wird voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein“, kündigte Bodo Strototte, Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft, an, als er bei einem Besuch des SPD-Ortsvereins Hassel-Nord über die Einzelheiten der umfangreichen Reparaturen und Instandsetzungen informierte. Die Zukunft der Wasserburg, die sich im Eigentum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) befindet, liegt dann bekanntlich in den Händen von Carlo Philippi. Der ehemalige BP-Chef ist seit Mitte Juli der neue Pächter der Immobilie. Haus Lüttinghof ist nicht nur Firmensitz seines Beratungsunternehmens, es soll auch wieder Gastronomie-Standort werden. Und vielleicht sogar noch mehr.

Biergarten und Kiosk

„Eine Präsenz-Gastronomie“, wie Strototte betonte, die ab Herbst zunächst nur bei besonderen Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird. Die Lage am äußersten Stadtrand lasse einen durchgehenden Betrieb auch in nachfrageschwachen Zeiten nicht zu. Er könne sich aber vorstellen, dass an umsatzstarken Tagen in der Saison zwischen Frühjahr und Herbst das Restaurant im Parterre auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Hochparterre bietet genügend Raum für Veranstaltungen, Vorträge und Versammlungen.

Überhaupt gibt es zahlreiche Ideen für die Wiederbelebung des historischen Gebäudes und seines unmittelbaren Umfeldes. So konnte sich Stototte vorstellen, dass im Außenbereich ein Biergarten entstehen und der Barockgarten mit ins Konzept aufgenommen werden könnte: „Da könnte man zum Beispiel eine Gartenmesse veranstalten.“

Standesamt vor historischer Kulisse

Und wer nicht das Restaurant aufsuchen will, der kann auf seiner Radtour Station machen an einem Kiosk mit Getränken, Kaffee und Kuchen im Angebot. Derart inspiriert, machten sich Strotottes Gäste - darunter der Stadtverordnete Oswin Dillmann, die Landtagsabgeordnete Heike Gebhard und Dieter Gebhard als Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung - Gedanken um die Wiederbelebung von Haus Lüttinghof: „Ein Kunsthandwerkermarkt oder ein Weihnachtsmarkt“, schwebte ihnen vor. Wegen der begrenzten Parkplätze seien größere Veranstaltungen mit starken Publikumszuspruch aber kaum möglich, so Strototte. Vorstellbar sei aber, dass Haus Lüttinghof in Zukunft die prächtige Kulisse für Eheschließungen bilden könnte. Strototte: „Wir befinden uns in Gesprächen mit der Stadt darüber, ob hier nicht eine Außenstelle des Standesamtes eingerichtet werden könnte.“ Wichtig für den LWL sei, dass sich die Investitionen rechnen. Und die seien gedeckt durch die Mieterträge. Bodo Stototte: „Es ist doch gut, wenn so ein historisches Gebäude der öffentlichen Hand gehört.“

Wolfgang Laufs

Kommentare
23.08.2012
14:13
Ideen für die Wiederbelebung
von Animken | #2

Teile Herrn Grimbergs Einschätzungen und Ideen bezüglich einer öffentlich sichtbaren historischen Einordnung (z. B. durch ein Anbringen von...
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2012-08-22 11:11
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