Hunderte erlebten auf dem Hof Holz die alte Tradition mit

Das große Osterfeuer auf dem Hof Holz brannte gut - und war schnell weg.
Das große Osterfeuer auf dem Hof Holz brannte gut - und war schnell weg.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der ganze Sonntag stand im Zeichen des Osterfestes: Tagsüber konnten die Kleinen im Bauerngarten des Hofes Holz in Beckhausen Osterkörbchen suchen, abends lockte ein großes Osterfeuer über 500 schaulustige Besucher an.

„What’s Up“, spielt die Jam Party Band unter der Remise des Hofes Holz. Die Musik ist weithin zu hören und vermischt sich mit dem Knistern des eben entzündeten, riesigen Osterfeuers. Gut 500 Menschen sind am Ostersonntag nach Beckhausen gekommen, um dabei zu sein, teilzuhaben an dieser alten österlichen Tradition.

Der ganze Tag schon stand im Zeichen des Festes. „Wir hatten im Bauerngarten 200 Osternester versteckt für die Kinder“, so Jens Masuch, der Geschäftsführer des Hofes, der um kurz vor sechs noch bangte, überhaupt ein Feuer sehen zu können. „Ich hoffe, wir können das ohne Probleme entzünden. Es hat ja doch viel geregnet in den letzten Tagen.“

Viel Trockenholz brannte wie Zunder

Kein Problem, wie sich um sechs Uhr zeigt. In Sekundenschnelle brennt der riesige Haufen Holz und Reisig unter der Aufsicht von „Feuermeister“ Markus Holz. „Der Trick war, mehrere Tage lang zu sammeln. Da ist sehr viel Trockenholz drin - das brennt wie Zunder.“ Tatsächlich schlagen die Flammen hoch, entwickeln eine unglaubliche Wärme. Da ist es schon gut, dass die Verantwortlichen das feuer weiträumig mit Flatterband absperrten.

Die ganze Woche über hatten Jugendliche der Recklinghäuser Initiative „Re-Init“ beim Sammeln geholfen. Seit dem Herbst kommen sie regelmäßig her, helfen auf dem Hof mit. Mit dem Ergebnis ist Markus Holz heute sehr zufrieden. „Der Betrieb muss befeuert werden“, scherzt er. „Die Menschen sollen Spaß haben. Ich denke, das ist heute gelungen.“ Einziger Wermutstropfen: Das Feuer brennt derartig gut, dass jene, die später am Abend kommen, nicht mehr viel davon sehen können werden.

Teilhaben an der alten Tradition

„Wir sind nur wegen dem Osterfeuer hier“, erzählt ein Besucher, der aus dem Stadtsüden anreiste. „Schließlich ist das eine alte Tradition.“ Das meint auch Margret Harmer, die den Nachmittag mit der Familie auf dem Hof verbrachte. „Hier konnte man nett Kaffeetrinken, die Musik war schön. Jetzt schauen wir uns das Feuer an. Das ist eine alte Tradition, das sieht man gerne.“ Es gab noch etwas, das sie sich gern ansah: „Die Lämmer sind süß.“

Zu sehen war nur der Nachwuchs, der vor zwei Wochen das Licht der Welt erblickte. Im Stall, und damit hinter den Kulissen, geschah ein kleines Osterwunder: Ein Lämmchen kam am Osterfest auf die Welt. Das kleine Würmchen ist sehr schwach und bekam die erste Milch vom Tierarzt via Fläschchen verabreicht. Nun hoffen alle Beteiligten, dass die österliche Geburt ein gutes Omen ist und das Tier es schafft. Die vielen Menschen, die nebenan das Feuer bewundern, bekommen davon jedoch gar nichts mit.