Hugo zeigt seine grüne Seite

Der „grüne Hügel“ (vorn) ist bereits fertig, jetzt wächst rund um das Fördergerüst auf Hugo der Biomassepark heran.
Der „grüne Hügel“ (vorn) ist bereits fertig, jetzt wächst rund um das Fördergerüst auf Hugo der Biomassepark heran.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Die Zeche Hugo stellte im Jahr 2000 die Kohleförderung ein. Schritt für Schritt bekommt der buersche Süden mit der Aufbereitung der Bergbaubrache ein Stück Leben zurück. Das, was früher den Stadtteil trennte, schafft in Zukunft Verbindungen - als Biomassepark.

Gelsenkirchen-Buer..  Der Bergbau verabschiedet sich. Spätestens 2018 wird in Bottrop die letzte Kohle gefördert. In Gelsenkirchen gibt es schon seit langem keine fördernde Zeche mehr. Die Wunden, die der Bergbau im Stadtnorden hinterlassen hat, sind noch lange nicht verheilt. Dafür stehen die Brachen Bergmannsglück, Kokerei Hassel und Bergwerk Lippe. Auf Hugo wurde die Förderung im Jahr 2000 eingestellt. Schritt für Schritt bekommt der buersche Süden mit der Aufbereitung des Areals ein Stück Leben zurück. Das, was früher den Stadtteil trennte, schafft in Zukunft Verbindungen zwischen der Schüngelberg-siedlung, den Zechenhäusern entlang des Brößweges, der Hüchtebrockstraße sowie der Gertrudstraße und der Rungenberghalde. Der „grüne Hügel“ im Westteil ist bereits fertiggestellt, in 2015 wird im Schatten des Fördergerüstes der Biomassepark weiter Gestalt annehmen.

Auf einer Fläche von insgesamt 22 Hektar wachsen in kurzer Zeit Pappeln, Weiden und Birken heran, die in regelmäßigen Abständen „geerntet“, zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet und dann zur umweltfreundlichen Energiegewinnung verfeuert werden. Dabei wird nur das Kohlendioxid freigesetzt, das zuvor durch die Pflanzenmasse gebunden war.

Ein Projekt mit Vorzeigecharakter. Es ist die erste großflächige Kurzumtriebsplantage in einem europäischen Ballungsraum, stellen RAG und RAG Montan Immobilien fest, die die Umgestaltung der Zechenbrache zusammen mit der Stadt Gelsenkirchen, dem Umweltministerium und dem Landesbetrieb Wald und Holz vorantreiben.

Mit Fuß- und Radwegen

Die unmittelbaren Nachbarn des Geländes denken sicherlich nicht in diesen europäischen Dimensionen. Sie werden sich vielmehr darüber freuen, dass ihnen in absehbarer Zeit ein grüner Stadtteilpark zur Verfügung steht. Denn ein Wegenetz wird den zukünftigen Biomassepark durchziehen. Zudem wird die ehemalige Zechenstraße als Fuß- und Radweg ausgestaltet, schaffen zwei Nord-Süd-Wege die Verbindung von Rungenberghalde und Biomassepark, führt ein Radweg entlang der alten Industriebahntrasse über die ehemalige Gleisharfe bis ins Zentrum der Grünfläche.

Kinder und Schüler machen mit

Kindergartenkinder und Schüler sind zum Mitmachen eingeladen. Für sie wird direkt neben dem Fördergerüst ein so genanntes Landschaftslabor eingerichtet. Auf dieser Fläche können sie nicht nur spielen, sondern eine Weidenplantage pflegen und betreuen und anschließend eigene Erfahrungen beim Ernten der Pflanzen sammeln.