Horster ganz unbeeindruckt
14.06.2009 | 18:20 Uhr 2009-06-14T18:20:00+0200Die Festivitäten und der verkaufsoffener Sonntag in Horst liefen ohne Auswirkungen durch die politischen Veranstaltungen im und vor dem Schloss: Kaufleute waren mit dem Besuch zufrieden, und auch auf der Essener Straße wurde gemütlich gefeiert.
„In Horst treffen sich Freunde” ist das Motto der Werbegemeinschaft. Und vom entspannten Bummel über die Essener Straße haben sich die Bürger weder vom Parteitag von Pro NRW noch durch die Gegendemo abhalten lassen. Allenfalls das Wetter trübte die Stimmung der Kaufleute um Bernd Strickling, den Chef der Horster Werbegemeinschaft, ein wenig.
„Wir sind aber trotz des Wetters zufrieden, die Leute sind auf der Straße”, so ein Zwischenfazit am späten Nachmittag. Lediglich einige Händler hatten ihre Stände in der Fußgängerzone nicht aufgebaut - sie hatten gemutmaßt, die Situation auf dem Josef-Büscher-Platz würde wesentlich angespannter sein. „Davon bekommen wir hier aber nichts mit”, so Strickling. „Wir hatten zudem Gespräche mit der Polizei, die uns gesagt hat, wir könnten unseren Sonntag durchziehen.”
Ein ähnliches Gespräch hatte auch Gerd Rüsing, Pfarrer von St. Hippolytus - die Gemeinde hat Samstag und Sonntag ihr alljährliches Gemeindefest gefeiert. Auch hier erklärte man: keine Auswirkungen aufs Fest. Allerdings hielt der Pastor am Vormittag eine Rede bei der Gegendemonstration.
„Ursprünglich wollten wir unseren Gottesdienst draußen feiern”, erklärten Rüsing und Ursula Bornemann vom Gemeinderat. Allerdings sollte er auch nicht im lautstarken Trubel vom Marktplatz untergehen. „Deshalb sind wir in die Kirche gegangen. Wir haben auch für den Nachmittag auf eine Musik-Berieselung verzichtet, denn hier sollen die Menschen ins Gespräch kommen”, so Rüsing. Da habe man das gleiche Motto wie die Werbegemeinschaft.
Vor der Kirche feierte derweil die Gelsenkirchener Karnevalsjugend mit eigener Bühne und Programm. Eine Konkurrenz sehen aber Rüsing und Strickling keineswegs. „Wir haben dadurch mehr Betrieb bei unserem Gemeindefest”, ist der Pastor überzeugt.
Am unteren Ende der Essener Straße haben die „Politik und Kultur” (PuK) und die Werbegemeinschaft für Unterhaltung gesorgt. Auf einer Bühne singt Rainer Migenda, wenige Meter daneben können Kinder ihre Geschicklichkeit beim heißen Draht testen oder Pedalo fahren.
19:30
Selten so einen Stuss gelesen von HG
19:17
Und anstatt an der Demo teilzunehmen, feiert man lieber ein gartenfest oder trinkt in der city ein bier! Manchmal fragt man sich, wo für man das alles eigentlich macht...!
15:36
ist ja wunderbar, wie sich die horster mit den faschisten arrangieren, wenn ich mir diesen bericht durchlese