Horst will gemeinsam feiern
21.02.2012 | 17:40 Uhr 2012-02-21T17:40:00+0100
Gelsenkirchen-Horst.Alles begann mit einer Idee beim Sommerspaziergang, und wenn alles gut geht, wird daraus Ende Juni unter dem Motto „Wir in Horst!“ das erste Nationen-verbindende Kultur- und Freundschaftsfest in Horst.
Hueseyin Erdogan hat türkische Wurzeln, aber das ist für ihn zweitrangig. Wichtig ist ihm: „Ich bin Horster!“ Und als solcher geht er mit offenen Augen durch seinen Stadtteil: „Im letzten Sommer habe ich gesehen, dass hier viel gefeiert wird - aber jede Gemeinde, Schule oder Vereinigung feiert für sich allein.“ Da war die Idee geboren, dass einmal alle Horster, unabhängig von Herkunft, Nationalität, Religion oder Vereinszugehörigkeit, einmal zusammen feiern sollten.
Mit dieser Idee stieß der 40-jährige Vater dreier Kinder bei Bezirksbürgermeister Joachim Gill auf offene Ohren und begeisterte ihn für das Projekt. Von da an wurde aus dem Schneeball eine Lawine, die inzwischen fast ganz Horst bewegt. Das Zwei-Personen-Team entwickelte sich zu einem Netzwerk, zu dem im Stadtteil jetzt fast jede Institution gehört. Schulen, Kindergärten, Vereine, Kirchen, die Kaufleute der Werbegemeinschaft – alle engagieren sich im Vorbereitungskomitee. Inzwischen stehen der Zeitpunkt und der Ort des Geschehens fest. Drei Tage lang soll vom 29. Juni bis zum 1. Juli ganz Horst im Zeichen von Kultur und Freundschaft feiern. Zentraler Punkt wird der Josef-Büscher-Platz sein, das Festgelände soll aber auch die Essener Straße und natürlich Schloß Horst mit einbeziehen.
Auch das Programm konkretisiert sich immer mehr. Auf einer Festbühne wollen sich zum Beispiel Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten präsentieren. Rund um die Bühne sollen die beteiligten Institutionen die Möglichkeit haben, sich den Besuchern mit eigenen Beiträgen vorzustellen. Diese Gelegenheit wollen zum Beispiel die ZWAR-Gruppen und Seniorenvertreter ebenso nutzen wie die Mitglieder des Geschichtsforums Nordstern. Sie wollen unter anderem an die Geschichte des inzwischen aufgelösten Fußball-Vereins STV Horst-Emscher erinnern, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen hätte feiern können.
Auch der Förderverein Schloß Horst will an den Festtagen das Museum geöffnet halten und Schüler der Gesamtschule mit historischen Gewändern ausstatten.
Die Kaufleute der Werbegemeinschaft veranstalten an der Essener Straße extra einen verkaufsoffenen Sonntag
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Piep,Piep,Piep, wir haben uns alle lieb.