Hingucker Hasseler Tor
08.05.2010 | 08:06 Uhr 2010-05-08T08:06:00+0200
Die stadteigene Bautochter GGW begann das Projekt für die Seniorenwohnanlage auf dem Gelände des alten Hasseler Möbelhofes. 2,8 Mio Euro werden investiert. Fertigstellung soll im nächsten Frühjahr sein.
Viele Jahre nervte er als Schandfleck, nun entsteht an Stelle des Hasseler Möbelhofes, der längst abgerissen ist, ein repräsentativer Neubau, betrieben von der städtischen Wohnungsbautochter GGW. Gestern starteten mit dem ersten Spatenstich im Beisein zahlreicher Gäste offiziell die Bauarbeiten für das „ambitionierte Vorhaben an dieser markanten Stelle“, wie OB Frank Baranowski das Projekt der Seniorenwohnanlage an der Ecke Dillbrink-/Polsumer Straße bezeichnete. „Das ist ein sonniger Tag für Hassel.“
In dem dreigeschossigen Eckhaus entstehen - wie bereits berichtet - 21 vom Land geförderte barrierefreie Seniorenwohnungen, dazu eine Wohngruppe für dementiell erkrankte Senioren sowie im Erdgeschoss eine Gewerbefläche, die bereits der örtliche Krankenpflegedienst Sozialer Hilfsdienst Gelsenkirchen (SHD) gemietet hat, „ein verlässlicher Ankermieter, der den schnellen Baubeginn möglich macht“, so Harald Förster, Geschäftsführer der GGW.
Die GGW investiert, nachdem sie die abgängige Bauruine des Hasseler Möbelhofes nach Insolvenz des Voreigentümers im Juli vergangenen Jahres ersteigert hatte, insgesamt 2,8 Mio € in das Projekt, das vom buerschen Architekturbüro Schramm &Fronemann konzipiert wurde. Übrigens mit einem „Sahnehäubchen“, wie an der Baustelle gestern verlautete: Ein altes bleiverglastes Rundfenster der abgerissenen Christus-König-Kirche - rund 1,50 Meter im Durchmesser - wird künftig den Eingangsbereich des Hauskomplexes zieren.
Insgesamt werde die Neubebauung ein „Hingucker“ hier am Eingangstor zu Hassel, hieß es. Genauso, nämlich „Hasseler Tor“, wird das Wohn- und Geschäftshaus, das insgesamt 1700 qm Wohn- und Nutzfläche haben wird, auch heißen. GGW-Chef Förster wies auf die Schnelligkeit des Projektes hin, das bereits im März/April nächsten Jahres eröffnet werden soll. „Das ist Rekordzeit - in 20 Monaten vom Zuschlag bis zur Fertigstellung.“ Er lobte die unbürokratische Unterstützung des GGW-Aufsichtsrates, als ein schnelles Ja nötig war, ob sich die GGW an dieser Stelle in Hassel engagiere, nachdem die Hasseler SPD-Bezirksverordnete Christa Peters, die sich jahrelang für eine Beseitigung des Schandflecks eingesetzt hatte, auf die Versteigerung aufmerksam gemacht hatte. Förster: „In nur zehn Tagen war alles eingestielt.“
Mit dem Baubeginn mache sich die GGW übrigens, wie Förster betonte, selbst „das schönste“ Geburtstagsgeschenk: Vor genau 60 Jahren, am 8. Mai 1950, was sie von der Stadt Gelsenkirchen gegründet worden.
Sowohl Förster als auch Baranowski wiesen neben der städtebaulichen Verbesserung auf die Bedeutung des Projektes für die Versorgung von dementiell Erkrankten hin. „Mit Einichtung der speziellen Wohngruppe stellt sich die GGW einer Herausforderung, die uns alle künftig noch viel beschäftigen wird“, so der OB.
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