Grün-Weiß feiert "ordentlich"
05.01.2009 | 17:16 Uhr 2009-01-05T17:16:00+0100Das Jubiläum des Resser Karnevalsclubs ist kein närrisches sondern ein rundes. Vor 50 Jahren starteten mehrere Familien das Unternehmen. Zwei Gründungsmitglieder werden am Samstag ausgezeichnet
Wenn ein Karnevalsclub Jubiläum feiert, dann doch – aus närrischen Gründen – meist eines mit einer „Schnappszahl” – 55, 66 oder 77 Jahre etwa. Beim KC Grün-Weiß Resse, dessen offizieller Titel um „1959 e.V.” ergänzt wird, geht es „ordentlich” zu. 50 Jahre ist es jetzt her, dass „spontan” aus mehreren Familien heraus der Wunsch geäußert wurde, die Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch als Fünfte Jahreszeit zu feiern.
Schmidt, Bortz, Bzodek, Klimsch, Falkenberg, Aschendorf, Schwöppe, Jackstat, Walter und Kittrich hießen jene Familien, die das „Unternehmen Grün-Weiß Resse” starteten.
Zwei Personen dieser ersten Stunde, Else Klimasch und Josef Schwöppe, sind immer noch Mitglieder des Karnevalsclubs – und stehen am kommenden Samstag, 10. Januar, wenn das Jubiläum im Pfarrzentrum Herz Jesu, Ahornstraße 52, ab 17 Uhr gefeiert wird, im Mittelpunkt, wenn sie einen Orden des Bundes deutscher Karneval erhalten. „Es ist die höchste Auszeichnung, mit Diamanten und so”, weiß der 1. Vorsitzende Anton Retzki.
Überhaupt: Dieser Samstag hat es in sich. Nur für Mitglieder und geladene Gäste sorgen die Alpenpiraten Gela & Heri mit Musik und Showprogramm für gute Laune. Es gibt weitere Ehrungen durch den Bund Ruhrkarneval, und mit Hochspannung wird, gegen 21.40 Uhr, der erste Auftritt des neu formierten Männerballetts erwartet. Auf Anregung von Olaf Poell, der diese Idee auf dem Kostümball im vergangenen Jahr hatte, fanden sich 13 Männer im Alter von 15 bis 74 Jahren zusammen. Ihren Tanz haben sie seit April unter der Leitung von Nadja Sahlender einstudiert. Musik und Kostüme seien ein „gut gehütetes Geheimnis”, heißt es.
Seit zwei Jahren tagen die Karnevalisten wieder im Gründungslokal, dem „Haus Schwöppe”. Die Gaststätte wurde in den 50 Jahren aber zu klein für die Veranstaltungen. Dass der Club an Bedeutung gewann, sei besonders dem mittlerweile verstorbenen Ehrenpräsidenten Hans Bzodek zu verdanken, heißt es in der Chronik. Immer wurde auf die Zugkraft der eigenen Mitglieder gesetzt. Auch bei Grün-Weiß steht die Nachwuchsarbeit im Vordergrund: Minigarde, Nachwuchsgarde und Große Garde sind ein fester Bestandteil. Dazu kommen noch das beliebte „Sündikat” und eben jenes neu formierte Männerballett. Einige Veranstaltungen gehören zum festen Inventar (siehe zweiten Text), andere mussten mangels Interesse aufgegeben werden – wie der Rosenmontagsball mit Prämierung der besten Kostüme und der Wahl der Miss Rosenmontag, das Sommerfest, das Weinfestfest mit Wahl einer Weinkönigin oder der Karnevalsauftakt am 11.11.. Zur Tradition hingegen geworden ist die Verleihung der „Resser Träne” – eine Auszeichnung für Personen, die sich in Gelsenkirchen um den Karneval verdient gemacht haben.
Karten gibt's noch
Während die Jubiläumsfeier am 10. Januar nur für Mitglieder und geladene Gäste steigt, gibt es noch die beliebten und öffentlichen Veranstaltungen. Die Galasitzung findet bereits am Samstag, 17. Januar, ab 20 Uhr in der Aula der Gerhart-Hauptmann-Realschule in Erle statt. Das Pfarrzentrum Herz-Jesu in Resse wiederum ist Schauplatz des Kinderkarnevals am Sonntag, 15. Februar, ab 15 Uhr und des Kostümballs am Samstag, 21. Februar, ab 20 Uhr.
Restkarten für diese Veranstaltungen können beim 1. Vorsitzenden Anton Retzki, 0209 71 761, bestellt werden.
Traditionell beteiligt sich der KC Grün-Weiß Resse sehr rege am Seniorenkarneval: St. Martin, Westerholt am 27. Januar, Johanniter Stift Resser Mark, 3. Februar, Schmidtmannstraße Feldmark, 10. Februar, und Apostelgemeinde Buer (jeweils 17.30 Uhr. Die Bacchusbeerdingung findet am 24. Februar um 19 Uhr im Waldhaus Resse statt.
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