Große Erleichterung, als Amerikaner kamen

Vom Schaffrath kommend schoben sich die Amerikaner nach Beckhausen und Sutum vor. Sie gelangten ohne Gegenwehr zum Kanal. Am Bahnhof Buer-Süd vereinigten sie sich mit den Truppen, die aus Horst kamen. Auch in Buer tauchten um 15 Uhr die ersten schwer bewaffneten Amerikaner von der Dorstener- und Polsumer Straße von Norden kommend auf. „Über die Hagenstraße zogen sie in die Innenstadt ein”, hielt Propst Ernst Roosen in seinem Tagebuch fest. In jedes Kellerfenster blickten sie, fragten nach deutschen Soldaten. Am Markt wehte bereits die weiße Fahne. „Als sie endlich kamen, machte sich Erleichterung und Aufatmen breit”, erinnerte sich ein Bueraner. Alles sei durchsucht worden. Schnell war das St.-Marien-Hospital von den fremden Truppen übernommen worden, das Krankenhaus profitierte von der guten Verpflegung der Amerikaner, so eine Quelle.

In Bülse errichteten die Amerikaner an der Taubenstraße einen Militärstab. Auch am buerschen Ehrenmal richtete sich die Artillerie ein, feuerte über Kanal und Emscher auf Gelsenkirchen. In Resse setzten sich am Karfreitag, 30. März, die letzten deutschen Truppenteile Richtung Osten ab.