Glück wünschen, wo es nichts zu fegen gibt
06.01.2012 | 16:39 Uhr 2012-01-06T16:39:00+0100
Gelsenkirchen-Buer.Ihr Handwerkszeug zu Hause lassen konnten die Schornsteinfeger, die gestern Oberbürgermeister Frank Baranowski ihre Aufwartung machten und als symbolische Glücksbringer die Neujahrsgrüße ihrer Innung übermittelten. Das Rathaus Buer ist nämlich an die Fernheizung angeschlossen und somit „Schornsteinfeger-unfreundlich“.
Dass es trotzdem viele Berührungspunkte zwischen Stadtverwaltung und Schornsteinfegern gibt, zeigte das Gespräch zwischen Detlev Augustin, Thomas Planz, Hermann Kranefeld und dem Oberbürgermeister. nach den Neujahrswünschen kam man schnell auf Umweltschutz-Auflagen, Feuerstätten-Bescheide und die Vor- und Nachteile offener Kamine oder Kaminöfen. So informierten die Zylinderträger das Stadtoberhaupt unter anderem über die Möglichkeiten und Vorteile nachträglich installierter Kaminöfen und die entsprechenden verschärften Umweltschutz-Auflagen. Diese Heizungsart, betonte Baranowski, werde auch beim Klimaschutz-Konzept der Stadt eine gewisse Rolle spielen. Die offenen Kamine, die es zum Beispiel in der städtischen Immobilie Schloß Horst gibt, seien, so die Schornsteinfeger, allerdings von den ständig verschärften Umwelt-Auflagen ausgenommen. Als historische Feuerstätten gelte für sie lediglich die Vorschrift, dass sie höchstens 40 Stunden im Monat in Betrieb sein dürfen.
Der Besuch der Delegation, die die 15 Gelsenkirchener Kehrbezirke vertritt, war voraussichtlich der letzte im Rathaus Buer. Im nächsten Jahr wird der Oberbürgermeister seinen Dienstsitz im Hans-Sachs-Haus haben. Das Gebäude ist übrigens auch „Schornsteinfeger-unfreundlich“ und wird mit Fernwärme beheizt.
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