Glück und höhere Gebühren
09.02.2010 | 09:57 Uhr 2010-02-09T09:57:00+0100
Buer.Seit Anfang des Jahres gilt die neue Bundeskehr- und Überprüfungsordnung. Die Folge: Wer mit Öl oder Gas feuert, darf mit geringeren Gebühren rechnen. Wer allerdings Kohle, Koks oder Holz in den Ofen schiebt, muss für den Besuch des Schornsteinfegers tiefer in die Tasche greifen.
Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Planz musste schon zahlreiche Anrufer besänftigen und den Hintergrund für die Gebührenerhöhung geduldig erklären. Wer über eine Gas- oder Ölheizung verfügt und bis zu 24 Prozent weniger bezahlen muss für die gesetzlich vorgeschriebene Dienstleistung, wird sich kaum beschweren. Gebeutelt sind dagen die Nutzer von Festbrennstoffen. Sie müssen bis zu 70 Prozent mehr berappen. Thomas Planz und sein Kollege Detlev Augustin nehmen’s fast schon mit schwarzem Humor: „Wenn wir schon schwarze Kleidung tragen, dann haben wir jetzt auch noch den schwarzen Peter.“ Die beiden Schornsteinfegermeister sind gar nicht glücklich über die Folgen, die sich aus der neuen Verordnung ergeben und jetzt nach und nach deutlich werden.
Nach der alten Verordnung gab es etwa 50 bis 60 so genannter Gebührentatbestände. Die neue sieht davon weit über 500 vor und beschreibt die gutachterlich bewerteten Tätigkeiten eines Schornsteinfegers. Thomas Planz: „Bei einer Öl- oder Gasheizung ist das einmalige Messen der Schadstoffwerte mit modernen Geräten schnell geschehen.“
Bis zu 70 Prozent mehr
Bei einer Kohle- oder Koksheizung dagegen muss der Schornsteinfeger bis zu viermal im Jahr kommen, die Anmeldungen mitgerechnet sind es sogar bis zu acht Termine, die vereinbart werden müssen. „Und diese Kehrtätigkeit war bislang immer unterbezahlt“, so Thomas Planz.
Als Beispiel führt Planz den Gebührenvergleich zwischen 2009 und 2010 an. Stellte er im vergangenen Jahr für seine Dienstleistung an einer Gasheizung noch 59,10 Euro in Rechnung, so braucht sein Kunde in diesem Jahr für die gleiche Tätigkeit nur 49,17 Euro zu bezahlen. Gravierender fällt der Vergleich für eine Koks- oder Kohlebefeuerung aus. 2009 reichten dafür 78,47 Euro aus, jetzt kommen auf den Eigentümer 136,06 Euro zu. Thomas Planz denkt dabei auch an seinen eigenen Kehrbezirk in Hassel: „Dort gibt es viele Häuser, in denen noch Deputat-Kohle verbrannt wird.“
Während Eigentümer die Kostenerhöhung gleich mit dem Erhalt der Rechnung zu spüren bekommen, werden Mieter die gestiegenen Nebenkosten erst viel später wahrnehmen.
Um die Folgen, die sich aus der neuen Kehrordnung ergeben, im Detail zu erläutern, bitten Planz und Augustin zu einer Informationsveranstaltung. Sie findet statt am Freitag, 19. Februar, im Seniorenzentrum der Lukas-Kirchengemeinde an der Oberfeldinger Straße in Hassel. Dafür haben die beiden Schornsteinfeger einen Zeitraum von etwa zwei Stunden veranschlagt. Da die Platzkapazitäten auf bis zu 100 Personen beschränkt sind, bitten die beiden um vorherige Anmeldung. Thomas Planz ist unter 880 04 884, Detlev Augustin unter 880 04 883 zu erreichen. Im Gegensatz zum Kaminkehren stellt der Besuch dieser Veranstaltung keinen Gebührentatbestand dar. Mit anderen Worten: Der Eintritt ist.
10:43
Die Erhöhung auf 136,06 Euro stimmt nicht.
Meine Jahresabrechnung beträgt 195,92 Euro.
Der Planz will sich wohl ein neues Auto kaufen. Selber geht er ja nicht mehr aufs Dach, da er mal runtergefallen ist. Der will mir was von Sicherheitsbestimmungen erzählen, wenn es sie nicht mal einhalten kann?
13:01
Aber warum zahlen die Österrreicher für vergleichbare Leistungen weniger, trotz einem MwSt-Satz von 20 Prozent?
08:18
Das Wort zwischen den beiden Sonderzeichen heisst
Meisterpruefung!
Tippfehler bitte entschuldigen, ich kenne die hiesige Tastatur nicht!
Gruss an alle Monopolbekaempfer!
08:15
Ich halte mich eben in einem ZIVILISIERTEN (!) Land auf, in dem landesweit im Telefonbuch (Gelbe Seityten) das hiesige Wort fue die schwarzen Abzockis nicht zu finden ist. Es gibt in diesem Land KEINE Schornsteinfeger. Wer will, macht das selbst, wer nicht will, bestellt eine Reinigungsfirma, die auch den Kanal oder das verstopfte Klo sauber macht. Und das alless ohne deutschen Monopolzwang und OHNE deutsche <>!!!!! Wie halt weltweit ganz normal!
02:06
@Häuslebesitzer
Na, wenn da mal kein verkappter Feger unterwegs ist. Aber gut, tun wir mal so als wären Sie ein Häuslebesitzer.
Ein hohes deutsches Verwaltungsgericht hat die Schornsteinfegerei als Scheindienstleistungen eingestuft. Von den Fegerverbänden ist nie auch nur ein Wort des Einspruchs gekommen.
Und das die Schornsteinfeger auch nur ansatzweise Unfälle verhindern...da können Sie auch genausogut daran glauben, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt oder der Storch die Babys.
Wenn Sie mit der Arbeit Ihres Fegers zufrieden sind, bitteschön. Niemand hindert Sie daran, Ihn weiterhin zu beauftragen. Ich will das Recht zuerkannt haben, KEINEN Feger beauftragen zu müssen. Geht das halbwegs in Ihren Kopf hinein? Man das freie Wahl der Dienstleistung und des Anbieters und funktioniert auf diesem Planeten seit vielen Jahrtausenden ohne grösse Probleme. Das einzige was wirklich Probleme schafft, sind Monopolisten und Möchtegerne.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Möchtegerne. Wenn Sie wüssten, wieviele Menschen durch Fegers Schlamperei in den vergangenen Jahren ums Leben gekommen sind, wären Sie etwas weniger laut. Ihre Jobkollegen sind dabei mit geradezu lächerlichen Bussgeldern davongekommen.
Was die Feger sich hierzulande alles rausnehmen, ist in anderen Justizsystem eine schwere Straftat.
Es sei mit bitte erlaubt, bzgl. Ihres Komments, einen sehr bekannten deutschen Commedian zu zitieren: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!
21:02
An die Schlauberger die glauben immer als besser wissen zu müssen oder den Schornsteinfeger als Scheindienstleister darstellen. Ihr seid hoffentlich die Ersten, denen die Kamine brennen.Mal sehen ob ihr dann immer noch so unvernünftigen Mist in die Welt hinausposaunt wenn es dann um den Versicherungsschaden geht. Bei aller Vernunft, so lange man nicht selbst zu schaden kommt, bzw. eigene Familienmitglieder (durch z.B.Kohlenmonoxid-Vergiftungen) ums Leben kommen, kann man sich ja weit aus dem Fenster lehnen. Ich bin zwar auch kein Freund von höheren Gebühren, aber der Unsinn der hier von einigen geschrieben wird, geht etwas am Thema vorbei. Wie war das unter Beitrag 1. Herr lass Hirn vom Himmel regnen. Im Übrigen bin ich mit der Arbeit von meinem Kaminkehrer vollauf zufrieden.
20:39
Also, ich habe wirklich was besseres zu tun als die Visage des Schornsteinfegers bis zu vier Mal im Jahr in meiner Privatsphäre erdulden zu müssen!
Um eine an einem Fallgewicht befestigte Bürste durch einen Kamin zu ziehen bedarf es keines staatlich aufgezwungenen Scheindienstleisters! Ist in allen Ländern der Welt gängige Praxis, ohne dass dort die Menschen in Feuersbrünsten umkommen.
Und was der Schornsteinfeger an einer modernen Gas-Ölheizung verloren hat, erschliesst sich mir nicht ganz;
Weg mit den Schornsteinfegern in den freien Markt! Soll doch derjenige einen bestellen, der Bedarf danach hat, und wer keinen Feger braucht soll es eben bleiben lassen dürfen.
Wäre für alle die beste Lösung, denn Zwangssysteme, fern von jeder technischen Realität und nur zum geldwerten Vorteil einer protegierten Minderheit, haben auf Dauer keinen Bestand.
20:08
Was für eine Dienstleistung an einer Gasheizung?
Die von der Fegerlobby erfundene Immissionschutzmessung, von der jeder weiß, daß sie keinen Menschen interessiert? Oder das Schaumprodukt Abgaswegeprüfung? Beides Scheindienstleistungen, deshalb: Schornsteinfeger raus aus meinem Haus!
19:11
An Heuchelei sind diese Schornsteinfeger nicht zu überbieten. Wer hat denn den Eigentümern und Mietern solche Dreckschleudern wärmstens empfohlen? Wer hat denn funktionierende Heizungen stillgelegt, Kraft seines Amtes? Und nun kommt die Quittung: Verdopplung der Scheindienstleistungsgebühren, durchgesetzt von einfältigen Beamten. Die Eigentümer und Mieter werden sich gegen den Griff in die Geldbörse durch solche Gauner wehren!
19:09
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