Gertrudis-Hospital: Medizin mit Menschlichkeit

Hat im Gertrudis-Hospital Westerholt ein offenes Ohr für Patienten ebenso wie Mitarbeiter: Krankenhausseelsorgerin Hildegard Richartz-Reike.
Hat im Gertrudis-Hospital Westerholt ein offenes Ohr für Patienten ebenso wie Mitarbeiter: Krankenhausseelsorgerin Hildegard Richartz-Reike.
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Was wir bereits wissen
„Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen“, lautet das Motto von Hildegard Richartz-Reike, der neuen Krankenhausseelsorgerin im Westerholter Getrudis-Hospital. Seit dem 1. August ist sie dort tätig – und hat auch die Sorgen der Mitarbeiter im Blick.

Herten-Westerholt..  „Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen“, so lautet das Motto von Hildegard Richartz-Reike, der neuen Krankenhausseelsorgerin im Westerholter Getrudis-Hospital. Seit dem 1. August ist die gebürtige Essenerin dort tätig und hat mittlerweile viele Eindrücke von ihrer neuen Arbeit gesammelt.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit von Richartz-Reike steht natürlich die Arbeit mit den Patienten. „Medizin mit Menschlichkeit“ heißt der Leitspruch des Gertrudis-Hospitals, zu dem die neue Seelsorgerin nun ihren Teil beitragen möchte. Gerade Schwerkranke oder sterbende Patienten wünschten sich die geistliche Begleitung. In Gesprächen versucht Richartz-Reike diesen in ihrer häufig schwierigen Situation beizustehen. „Oft hilft es auch schon, einfach nur zuzuhören“, so die Seelsorgerin.

Seelsorge auch der Mitarbeiter

Doch nicht nur die seelsorgerische Begleitung von Kranken und Angehörigen gehört zu den Aufgaben von Hildegard Richartz-Reike. Auch die Mitarbeiter des Hertener Hospitals betreut sie. Dazu pflegt Richartz-Reike einen engen Kontakt zu ihren Kollegen, vom Arzt über das Pflegepersonal bis hin zu den Menschen, die hinter den Kulissen – wie etwa in der Bettenzentrale – arbeiten. In einer vergleichsweise kleinen Einrichtung wie dem Gertrudis-Hospital mit seinen 342 Angestellten geht es vielleicht auch etwas familiärer zu als anderswo. Die Mitarbeiter kennen und grüßen sich auf den Fluren. Die Zahl der Stationen ist überschaubar, und die Seelsorgerin schafft es, diese jeden Tag zu besuchen und nach aktuellen Problemen zu fragen.

„Alle Mitarbeiter hier leisten Großartiges“, wird die Seelsorgerin nicht müde zu betonen. In einem Krankenhaus sei die Zusammenarbeit aller Kräfte wichtig, so Richartz-Reike. Das gelte gerade in ihrem Arbeitsgebiet: „Jeder, der am Krankenbett tätig ist, ist letztlich auch Seelsorger.“

Per Fernstudium zur Pastoralreferentin

Neben der Arbeit im Hertener Krankenhaus ist Richartz-Reike auch noch mit ihrer Weiterbildung beschäftigt. Etwa die Hälfte ihrer Arbeitszeit widmet sie einem dreijährigen Studium, um Krankenhauspastoralreferentin zu werden. Dort spielen vor allem die theologischen Inhalte ihrer Arbeit eine Rolle, welche sie aktuell per Fernstudium an der Würzburger Domschule absolviert.

Darüber hinaus warten zu Hause auch noch ihre drei Kinder auf die Krankenhausseelsorgerin, nach heutigen Maßstäben fast eine Großfamilie. Auch wenn das manchmal zu stressigen Situationen führt, ist es für Richartz-Reike meist kein Problem, Privates und Berufliches zu trennen. „Das Abschalten lernt man einfach im Berufsleben.“ Dass es von Zeit zu Zeit aber doch Einzelschicksale gibt, die sie nicht loslassen, akzeptiert sie als Teil ihres Berufs. „Das ist schließlich auch nur menschlich.“