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Gelsenkirchener beleuchtet den US-Pornofilm der 70er und 80er Jahre

18.01.2011 | 19:03 Uhr
Gelsenkirchener beleuchtet den US-Pornofilm der 70er und 80er Jahre
Buchautor Christian Keßler legt sein neues Buch „Die läufige Leinwand“ vor.

Gelsenkirchen-Buer.Christian Keßler aus Gelsenkirchen bringt sein drittes Buch heraus. In "Die läufige Leinwand" beschäftigt er sich mit dem amerikanischen Pornofilm der 70er und frühen 80er Jahre - und somit mit viel Sex.

Zehn Jahre. So lange lag das Manuskript zu Christian Keßlers drittem Buch in der Schublade. Nun ist es endlich soweit: Das Werk des buerschen Filmjournalisten erreicht nach langem Zerren die Bücherregale.

„Das war schon eine ziemlich harte Zeit für mich“, berichtet der Kinoexperte rückblickend. Trotz intensivem Klinkenputzen war einfach kein Verlag zu finden, der Keßlers Buch veröffentlichen wollte. „Es hat zwar mehrfach Interessensbekundungen gegeben, die aber auch schnell wieder verstummten. Ein Verlag ist zwischendurch sogar pleite gegangen.“

Mit dem Martin Schmitz Verlag aus Berlin hat man aber nun einen kompetenten Partner gefunden, der „Die läufige Leinwand“ vertreiben will. Nach Ausflügen ins italienische Western- („Willkommen in der Hölle“) respektive Horrorkino („Das wilde Auge“) beschäftigt sich Christian Keßler in seinem dritten Werk mit dem amerikanischen Pornofilm der 70er bis frühen 80er Jahre.

Als Jugendlicher verklemmt

„Obwohl ich als Jugendlicher eigentlich ziemlich verklemmt war, was das angeht, finde ich, dass Sex einfach zum menschlichen Leben dazu gehört“, beschreibt der Filmjournalist die Motivation, sich dem Thema zu widmen. „Und vor dem Videoboom spätestens in der zweiten Hälfte der 80er Jahre waren auch Pornofilme noch ganz anders gemacht. Wie richtige Filme eben – nur halt mit Sex.“

Das läge vor allem daran, dass die Verantwortlichen auch eigentlich „richtige“ Filme drehen wollten. So finden sich in den Stabslisten von Filmen wie „The Devil in Miss Jones“ oder „Wanda Whips Wall Street“ mitunter auch der eine oder andere Name, der mittlerweile auch im Vorspann von Hollywood-Blockbustern zu lesen ist.

Video
Vanessa del Rae hat eine erotische Mission: Sie will Frauen zu mehr Weiblichkeit verhelfen.

Beispiel gefällig? „Abel Ferrara, der zum Beispiel auch „Bad Lieutenant“ mit Harvey Keitel gedreht hat, war früher Kameramann bei Pornofilmen. Und auch die Crew von „Men in Black“ oder der „Addams Family“ war früher im Sexfilm-Geschäft“, weiß Christian Keßler.

300 Seiten

Während seiner Recherchen hat Christian Keßler unzählige Interviews mit Beteiligten (Darsteller, Regisseure, Produzenten) geführt, und die Ergebnisse auf rund 300 Seiten zusammengetragen. Seine Mission sei es, nicht für Pornografie zu werben, sondern vielmehr die Augen seiner Leser für einen anderen Blickwinkel auf die Filme öffnen.

„Viele dieser Filme sind natürlich absolut dilettantisch gemacht“, findet der Autor selbst. Aber: „Sie sind auch unglaublich fantasievoll inszeniert. Es kann alles passieren. Da spielen sich zum Teil Psychodramen ab – nur halt mit Sex. Und von „Alice im Wunderland“ gibt es sogar eine Musicalinszenierung mit Songs und Choreographie – nur halt mit Sex.“

Ob sich seine Leser auch für solche Details begeistern lassen, weiß Keßler nicht, hofft es aber. „Meine schönste Belohnung als Autor ist es immer, wenn sich Leute nach der Lektüre für meine Themen interessieren. Einmal kam jemand auf mich zu, der erzählte, dass er nie etwas mit Italo-Western anfangen konnte, nach meinem Buch darüber aber absoluter Fan geworden ist.“

Sebastian Konopka

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Kommentare
19.01.2011
14:46
Gelsenkirchener beleuchtet den US-Pornofilm der 70er und 80er Jahre
von Hometown-Glory | #1

Sebastian Konopka scheint als Journalist bei der WAZ wohl keineswegs „verklemmt“ zu sein.

Präsentiert er und doch wöchentlich sein „Szenen-Geflüster“, und das in einer Sprache, mit der man ihm bei jeder anderen Zeitung vor die Tür setzen würde. Und jetzt das, als wenn wir das brauchen würden!
I
rgendwie geht es immer um Fäkalsprache, perverse Videos, Sex mit Leichen und ähnliches.

Als Leser fragt man sich, was für Neigungen der Author eigentlich hat, auch wenn man es eigentlich gar nicht wirklich sehen oder hören will.

Für Außenstehende muss es aussehen, als wäre Gelsenkirchen das Sodom und Gomorra des Ruhrgebiets!

Die WAZ sollte sich mal fragen, ob solche Artikel und vor allen Dingen solche „Journalisten“ wirklich dazu beitragen, die Qualität der WAZ in Gelsenkirchen/Buer anzuheben. Ich für meinen Teil, lese sie meist nicht mehr, außer den kulturellen Bereich, da funktioniert es mit der Qualität noch.

Bitte verschont den Leser in Zukunft doch mit den, ekligen, Neigungen der Menschen dieser Stadt und den Journalisten der WAZ in Gelsenkirchen!

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