Gelb-Blinken soll optimiert werden

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Fußgänger und Radfahrer, Schüler und Erwachsene, Pkw und Lkw, dazu noch Straßenbahnen und Busse: Auf der Turf-/Essener-/Johannastraße in Horst treffen zahlreiche Verkehrsteilnehmer zusammen. Kein Wunder also, dass sich dieser vielgenutzte Kreuzungsbereich zu einer Unfallhäufungsstelle entwickelt hat, die unter besonderer Beobachtung der Unfallkommission steht.

Dem Bericht der Unfallkommission zufolge, der in der nächsten Woche in den Bezirksvertretungen und Ende Januar im Verkehrsausschuss auf der Tagesordnung steht, soll die Ampelschaltung dieser Kreuzung geändert werden. Entsprechende Haushaltsmittel seien für 2015 angemeldet worden. Zudem wird überlegt, das „Gelb-Blinken“, das die Autofahrer auf querende Fußgänger aufmerksam macht, zu optimieren. Innerhalb eines Zeitraum von drei Jahren hatten sich zwischen 2009 und 2011 dort insgesamt zwölf Unfälle mit leicht- und mit schwer verletzten Personen, meist Fußgänger und Radfahrer, ereignet. In 2012 wurden drei Fußgänger-Unfälle, in 2013 ein weiterer Unfall aktenkundig. Die Kreuzung wurde 2004 saniert und neu signalisiert, die Signalschaltung seitdem mehrfach den Verkehrsverhältnissen angepasst und sei „grundsätzlich optimal eingestellt“. „Fußgänger haben die Möglichkeit, mit einer normalen Gehgeschwindigkeit die gesamten Furten in einem Zug zu queren, so dass Wartezeiten bereits auf ein Minimum reduziert worden“, heißt es in dem Bericht der Unfallkommission. Eine Veränderung der Signalprogramme könnte wegen des hohen Verkehrsaufkommens erhebliche Nachteile für alle anderen Verkehrsteilnehmer mit sich bringen.

Neue Farbe für die Radfurt

Die Einstufung Unfallhäufungsstelle hat die Kreuzung Vincke-/Wörthstraße in der Zwischenzeit wieder verloren. Innerhalb des Jahres 2012 wurden dort fünf Unfälle beim Einbiegen oder beim Kreuzen registriert. Dabei wurden Personen leicht verletzt oder es entstand hoher Sachschaden. Die Unfallhäufung begann im März 2012 und stand damit in einem Zeitlichen Zusammenhang mit der Baustelle auf der Horster Straße, als die Wörthstraße als Umleitungsstrecke ausgewiesen und es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen gekommen war. In 2013 wurden die Fahrbahnmarkierungen erneuert und die Radfurt neu eingefärbt. Im vergangenen Jahr wurden dort keine Unfälle mehr festgestellt .

Nach dem Umbau der Ampelanlage und einem getrennten Signal für Linksabbieger hat sich auch die Situation an der stark befahrenen Kreuzung Königswiese/Nordring entschärft.