Ganz viel Heimat
05.12.2009 | 09:00 Uhr 2009-12-05T09:00:00+0100
Die neuen Beiträge zur Ortsgeschichte des Vereins für Orts- und Heimatkunde Buer sind erschienen. Viele interessante Themen wurden von den Heimatkundlern aufgegriffen. Mit dabei: WAZ-Poahlbürgergeschichten.
Interessante Einblicke in die Vergangenheit - aber auch einige aktuelle Bestandsaufnahmen heimatbezogener Themen bietet das soeben erschinene Jahresbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde Buer. Ab Montag ist das mehr als 250 Seiten starke Buch, diesmal in „lachsrot”, im heimischen Buchhandel zu haben.
Das Werk - das 28. in der langen Geschichte dieser Publikationsreihe - sei so umfangreich wie nie, lobte Heimatvereinsvorsitzender Gerd Escher bei der Buchvorstellung in der Volksbank die Arbeit der Autoren. „Alle Beiträge sind lebhaft geschrieben und werden hoffentlich auf reges Interesse der Bürger stoßen.” Renommierte Heimatkundler haben Geschichten aus der Geschichte der Stadt und der Region aufgearbeitet. Insgesamt 14 Beiträge mit 202 Abbildungen, davon 32 in Farbe, umfasst der Band. Darunter ein „zweiter Schwung” Familiengeschichten der WAZ-Serie „Poahlbürger in Buer und Horst”. Produziert wurde das Buch vom buerschen Verlag „Beluga New Media” (Auflage: 1500, die Mitglieder des Heimatvereins Buer bekommen es kostenlos).
Vorstandsmitglied Arno Vauseweh wies darauf hin, dass das Buch (offiziell: „Beiträge zur Geschichte Buer, Horst, Gelsenkirchen”) eine Art Sonderband sei zum Thema Vereinigung von Buer, Horst und Gelsenkirchen. Allein drei Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema: Vorsitzender Gerd Escher dokumentiert die Hintergründe der Zusammenlegung anhand vieler Quellen, Carl Heinrich Lueg beschreibt den „mühsamen Weg” bis zur Vereinigung, Die-ter Wiehölter wertete Zeitungs-berichte jener Zeit dazu aus.
Ramona Vauseweh nimmt die Leser mit auf einen naturkundlichen Gang durch Schloß Berge und den Berger Park, Heinrich Ermeling berichtet von der sakralen Architktur des buerschen Architekten Paul Günther, Rolf Schäfer beschäftigte sich mit em alten Uhrwerk der Kirche St. Michael in Hassel. Arno und Ramona Vauseweh untersuchen gemeinsam die Bedeutung des katholischen Glaubens in Buer und Umgebung um das Jahr 1000.
Karl Heinz Breil erinnert an das Hochwasserunglück 1946 in Horst, ein fünfköpfiges Autorenteam an die Geschichte der ehemaligen Christus-König-Kirche, Klaus Herzmanatus berichtet über Neues am Schacht Hugo 2.
Schließlich entführt WAZ-Redakteur Georg Meinert die Leser auf 40 Seiten in 20 Familiengeschichten von Poahlbürgern aus Buer und Horst, die bis zum vergangenen Sommer in der gleichnamigen Serie der WAZ Buer erschienen waren. Es sind Geschichten u.a. über die Familien Meese, Trah, Pasche, Brune, Schulte-Kellinghaus, Strickling, Berger, Rohmann, Kläsener, Herz, Halbeisen und Kleinebrink. Meinert steuerte einen zweiten Aufsatz bei: Über den Lotterie-Klub „Gute Hoffnung” Buer, der 100 Jahre alt wurde.
„Beiträge zur Geschichte Buer, Horst, Gelsenkirchen”, 254 Seiten, 202 Abbildungen, 14,90 €, ISBN: 978-3-938152-31-7
WAZ-Serie Grenzwanderung erschien auch als Buch
Bereits 2008 erschienen von WAZ-Redakteur Georg Meinert 14 Portraits über Poahlbürgerfamilien in Buer und Horst aus der gleichnamigen WAZ-Serie im Jahresbuch des Heimatvereins. Und eine weitere Serie der WAZ Buer - ergänzt und erweitert - erschien als Buch im Essener Klartext-Verlag: Grenzwanderung. WAZ-Redakteur Georg Meinert berichtet darin von seinen Erlebnissen auf einer Umrundung von Buer und Horst entlang der Stadtgrenze, bietet historische Hintergründe und gibt Tipps zur Einkehr und zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Das Buch gibt es im WAZ-Leserladen und im Buchhandel.
Georg Meinert, Grenzwanderung, Klartext-Verlag, 7,95 €; ISBN: 978-3-8375-0014-1
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