Führungs- und tatenlos
16.01.2010 | 08:32 Uhr 2010-01-16T08:32:00+0100Die Situation des buerschen Einzelhandels ist alles andere als rosig, auch wenn es zuletzt einige, teils ausgesprochen gute Neueröffnungen gab und das Domcenter heranwächst.
Wer aber offenen Auges durch die City geht, der sieht, dass Welten liegen zwischen dem Buer von heute und dem Buer von vor 15 oder 20 Jahren: Immer weniger inhabergeführte Geschäfte, dagegen eine wachsende Zahl von Filialgeschäften und zunehmend Billig-Anbietern sowie Leerstände, die ins Auge fallen.
In dieser prekären Situation, in der Entschlossenheit und Gegensteuern gefragt sind, präsentiert sich die Werbegemeinschaft Buer führungs- und weitgehend tatenlos. Dass der Vorsitz verwaist ist, gleicht einem Armutszeugnis. Der Antrag auf Auflösung der traditionsreichen Vereinigung kommt gar einer Bankrotterklärung gleich.
Statt einer kritischen Aufarbeitung wird die Lage von denen, die noch ein paar Worte sagen, schön geredet. Das hilft weiß Gott nicht weiter, weder den Kaufleuten noch dem Standort Buer. Natürlich kann die Werbegemeinschaft keine Leerstände beseitigen, sie kann aber Perspektiven aufzeigen und ein Klima in der City erzeugen, das ein Umfeld schafft, in dem sich potenzielle Investoren und Kunden wohl fühlen.
Ganz anders als in Buer die Kaufleute in Horst: Sie scheuen sich nicht, die Probleme, die dort drücken, beim Namen zu nennen, rütteln wach und bereiten eine politische Initiative vor. Abwarten und Weggucken haben nämlich noch nie geholfen.
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