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Französische Noblesse

23.06.2010 | 08:42 Uhr

Louise-Marie Segre ist Gast des Eduard-Spranger-Berufskollegs und absolviert ein Praktikum in einer buerschen Parfümerie.

Zwei Wochen weilt Louise-Marie Segre aus Bully-les-Mines (in der Nähe von Lille) derzeit in Buer  - und arbeitet auch hier. Louise-Marie ist Gast des Eduard-Spranger-Berufskollegs (ESBK) und absolviert während ihrer in Frankreich typischen, vollzeitschulischen Berufsausbildung einen der vorgeschriebenen Praktikumsteile in Deutschland - um genau zu sein in Buer, bei der Stadt-Parfümerie Pieper.

An den ersten Tagen wurde Louise-Marie von den Lehrerinnen  Véronique Sadys und Corinne Moulin begleitet, die an Louise-Maries Berufsschule in Frankreich arbeiten. „Die duale Ausbildung ist in Frankreich nahezu unbekannt. Für uns ist es sehr interessant zu sehen, wie praxisnah junge Menschen in Deutschland ausgebildet werden“, führt Véronique Sadys dazu aus.

Für die Pieper-Filialleiterin Claudia Kalla war es, wie sie sagt, eine Selbstverständlichkeit, einer Auslandspraktikantin eine Lernmöglichkeit zu bieten. „Das werden wir schon schaffen. Die Menschen in Buer sind sehr weltoffen. Louise-Marie wird viel Freude bei uns haben.“ Und ergänzt: „Frankreich ist uns von der Stadtparfümerie Pieper aus verständlichen Gründen sehr nah. Frankreich ist nicht nur das Land der Liebe und des guten Essens, sondern auch die Heimat der Mode und, das interessiert uns natürlich besonders, eines der Zentren für Parfümeure!“

Dann dreht sie sich um und geht mit Marie-Louise davon, um einen weiteren Kunden zu bedienen und nicht nur die französische Noblesse zu vermitteln, sondern vor dem Hintergrund der persönlichen Bedürfnisse jeden einzelnen Kunden umfassend und individuell zu beraten.

Nach Feierabend wird Louise-Marie von Burcu Cikla abgeholt. Burcu ist eine Schülerin der Höheren Handelsschule des Eduard-Spranger-Berufskollegs und spricht seit ihrer Zeit an der St.-Michael-Realschule gern und viel Französisch. Sie hat schon an mehreren Austauschprogrammen mit Frankreich teilgenommen und freut sich über die Zeit mit Louise-Marie. „Es ist ganz ein-fach, ich spreche Französisch und Louise-Marie spricht Deutsch, die Verständigung klappt prima!“

Sie freut sich schon jetzt auf ihren Gegenbesuch in Bully-les-Mines, der im Spätherbst stattfinden soll. Beide Schulen, das Eduard-Spranger-Berufskolleg und das Lycée Léo Lagrange, haben beschlossen, das Austauschprogramm nun ständig zu erweitern.

So wird es vielleicht demnächst ganz selbstverständlich sein, in Buer des öfteren ein fröhliches „Bonjour!“ zu hören, meint man am Kolleg an der Goldbergstraße.

Redaktion

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