Fast für die Ewigkeit
19.02.2010 | 17:55 Uhr 2010-02-19T17:55:00+0100
Horst. Manchmal führen viele kleine Schritte schneller zum Ziel als wenige große: Das scheint das Erfolgsrezept gewesen zu sein, auf das die Verantwortlichen des St. Josef-Hospitals in Horst gesetzt hatten, als sie 1988 die Ziele für die Zukunft festschrieben. 22 Jahre später wurde der letzte Baustein des Investitionsprogramms jetzt auch eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dazu gehören die zentrale Aufnahme und der neue Haupteingang.
„So richtig fertig sind wir eigentlich erst jetzt“, stellte Josef Kramer, Geschäftsführer der Katholischen Kliniken Emscher-Lippe (KKEL), mit dem Unterton der Erleichterung fest, als er am Freitag die zahlreichen Gäste begrüßte, die ins Café Treffpunkt gekommen waren. Die neue Küche, der Hauptverkehrsgang, die Energieversorgung, das Treppenhaus, der Linearbeschleuniger und der neue OP-Bereich rief Kramer als Baumaßnahmen in Erinnerung, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten verwirklicht werden konnten. Alles Bausteine eines Gesamtkonzeptes, das dem Hospital auch in Zeiten leerer öffentlicher Kassen , des ständigen Umbaus des Gesundheitssystems und der Schließung von Krankenhäusern ein sicheres Fundament verleiht. So erinnerte Werner Philipps, Vorsitzender des Aufsichtsrates, an die Ursprünge der Krankenpflege, die sich von einer christlichen Verpflichtung zu einer öffentlichen Gemeinschaftsaufgabe weiterentwickelt habe, trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen. Philipps: „Die Krankenpflege hat Monarchien und Diktaturen überstanden.“ Und die Reformen der Gesundheitsminister Blüm, Seehofer und Schmidt. Mit einem Schmunzeln ergänzte er: „Wir werden auch den derzeitigen Bundesgesundheitsminister Rösler überdauern.“
Der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gunther Auer stellte die Vorteile der zentralen Aufnahme heraus: „Wir können jetzt auf einer Etage die gesamte Primärdiagnostik treffen, haben pflegerische und medizinische Kompetenz an einer Stelle konzentriert. So können wir schnellere Entscheidungen treffen.“ Bei aller visionären Strategie habe sich das Haus seine Bodenhaftung erhalten. Bezirksbürgermeister Joachim Gill wagte eine noch mutigere Prognose: „Das St. Josef-Hospital bleibt auf Ewigkeiten erhalten.“
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