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Erler Funken und Grün Weiß Resse schließen Sitzungskarneval

06.03.2011 | 17:28 Uhr
Erler Funken und Grün Weiß Resse schließen Sitzungskarneval
Farbenfroh und ausgelassen präsentierten sich diese Jecken beim Bürgerball der Erler Funken. Am Wochenende feierten die Erler Funken und der Karnevalsclub Grün Weiß Resse den diesjährigen Sitzungskarneval. Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen-Erle/Resse.   Am Wochenende luden die Erler Funken und der Karnevalsclub Grün Weiß Resse zu den letzten großen Sitzungen dieser Session. Während Grün Weiß eine kleinere und familiärere Runde bevorzugte, feierten die Erler Funken vor ausverkauftem Haus.

Ein letztes Mal in dieser Session trafen sich die Jecken an diesem Wochenende zum Sitzungskarneval. Und bevor sich das närrische Treiben am heutigen Rosenmontag auf die Straße verlegt, wurde noch einmal ausgelassen gefeiert.

Großes Aufgebot vor ausverkauftem Haus

Jeck in Buer

Der Bürgerball der Erler Funken war gar völlig ausverkauft. 665 Jecken ließen es sich gut gehen, tanzten und feierten bis tief in die Nacht. Bis Mitternacht dauerte allein das umfangreiche Programm, das für Augen, Ohren und Lachmuskeln viel zu bieten hatte. So war es Ehrensache, dass sich hier noch einmal alle Garden präsentierten, von der Minigarde, die mit ihrem Showtanz in den Zoo entführte, bis hin zur großen Garde. Und auch die Solomariechen gaben ihr Bestes. Die junge Lisa-Jaqueline Zyber begeisterte mit ihrer Choreographie zu einschlägigen Karnevalshits, während Gina-Marie Sowa Abschied nahm von der großen Bühne. Sie hört nach dieser Session auf, wird aber in der großen Garde weiter tanzen.

Schrubbergarde und die „Callas von Erle“

Viele der Narren und auch das Festkomitee hatten sich dem Thema angepasst, das die Schrubbergarde für diese Session ausgerufen hatte. Die ganze Bühne erinnerte an den Wilden Westen, und viele Akteure waren als Indianer unterwegs. Auch die „Callas von Erle“, Ilona Goldstein, die mittlerweile ein Muss ist auf jeder großen Sitzung der Erler Funken, kam in passender Bekleidung. Sie animierte mit ihrer Gesangsshow die vielen Gäste zum Tanzen und Mitsingen, präsentierte Gassenhauer wie „Du kannst nicht treu sein“ und „Santo Domingo“.

Jeck in Resse

Es war vor allem eine bunte Feier, bei der viele Jecken ihre aufwendigen Kostüme präsentierten. Und zum Teil nahmen die Bezug auf aktuelle Ereignisse. So trug eine ganze Gruppe eine Bratpfanne vor dem Bauch, in der dioxinfreie Eier brutzelten. Daneben feierten Männer als Marienkäfer und die Damen als freche Teufelchen.

Klein aber fein mit dem Karnevalsclubs Grün Weiß Resse

Bunt, aber viel kleiner war der Kostümball des Karnevalsclubs Grün Weiß Resse . „Das ist immer etwas familiärer“, erklärte der neue Vorsitzende Olaf Poell. Denn die meisten der rund 200 Gäste kommen aus dem Verein. „Dann können wir selbst auch mal richtig feiern.“ Und das schienen die Jecken, nach der ganzen Arbeit der Session, mal zu brauchen. „Auch in diesem kleinen Umfeld feiern wir bis in den Morgen“, so Poell. Und weil die Eltern mit dabei waren, war es kein Problem, dass auch der jecke Nachwuchs bis 22 Uhr immer wieder auf der Bühne stand. Denn sowohl die Nachwuchsgarde als auch die große Garde gehörten zu den Pfeilern der kleinen aber feinen Sause.

Für gute Laune sorgte auch der Büttenredner „Jupp“ Seidel, der zwischen den vielen Scherzen, die er machte, zünftige Lieder sang. Los ging es mit Seemannsliedern und weiter mit Karnevalshits wie „An der Theke ist der schönste Platz“. Zum Ende seines Auftritts machte er den Resser Narren noch ein großes Kompliment. „Ihr seid die Brasilianer im Gelsenkirchener Karneval.“ Ein Ritterschlag, den die Jecken mit geradezu brasilianisch anmutendem Applaus entgegen nahmen.

Kira Schmidt

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