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Erlebensmarkt für alle Sinne in Resse

07.03.2016 | 09:00 Uhr
Erlebensmarkt für alle Sinne in Resse
Karin Vogel-Otte (l.) und Anika Brinkmann vom Emmaus-Hospiz präsentierten an einem Stand selbsthergestellte Marmelade und Eierlikör, Dekorationsobjekte aus Holz und Stofftaschen.Foto: Thomas Schmidtke

Stress ist allgegenwärtig – die Sehnsucht nach Entspannung aber auch. Dies zeigte sich auch beim „Erlebensmarkt“ des Cafés Hedwig erleben im Resser Seniorenzentrum, das Wellness- und Gesundheitsangebote vereinte.

Es herrscht eine entspannte Atmosphäre im Resser „Café Hedwig erleben“. Hier können Interessierte Natursalz inhalieren, dort eine Nackenmassage in Anspruch nehmen. Der „Erlebensmarkt“ bietet Gelegenheit zum Innehalten, zum Stöbern, zum Verweilen. „Wir wollen keine Messe sein. Sondern ein Markt mit viel Austausch und Miteinander“, erklärt Andrea Kurkowitz, Inhaberin des Cafés und Organisatorin des mittlerweile siebten Marktes.

Auch die Initiatorin ist mit einem Stand auf dem Markt vertreten. Sie ist Mineralstoffberaterin nach Dr. Schüssler, will Menschen heute anregen, sich dem eigenen Körper zu widmen. „Mir liegt am Herzen, dass sich die Menschen nicht nur um ihre Krankheit kümmern, sondern um ihre Gesundheit.“

Yoga speziell für Kinder

Dorothee Mattheus (2. v.r.) vom Kundalini Yoga Zentrum stellte den Besuchern eine "Klopftherapie" gegen verschiedene Ängste wie Höhenangst, Flugangst, Prüfungsangst, Spinnenphobie usw. vor. Foto: Thomas Schmidtke

Rund die Hälfte der Stände widmet sich dem Thema Wellness. So präsentiert sich hier das Erler „Kundalini Yoga Zentrum Gelsenkirchen“. Zu dessen Angebot gehören auch Entspannungsangebote für Kinder. Wen das überrascht, dem entgegnet Angelika Schwieren-Catania: „Die Kinder von heute sind total gestresst. Sie haben heute jeden Tag ein anderes Programm. Kinderyoga heißt, keine Leistungsanforderung zu stellen.“

Daneben gibt es Schönes aus eigener Herstellung. Auch die Mitarbeiter des benachbarten Hospizes waren fleißig. Sie kochten Marmelade ein, stellten Eierlikör her. „Das entsteht in unserem Hause. Wenn die Gäste fit sind, können sie auch mithelfen. Manchmal regt sie schon der Geruch an“, erzählt Anika Brinkmann. Sie berichtet, dass es natürlich um den Verkauf der Waren geht, aber auch darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Denn viele kenne das Hospiz noch nicht, haben Hemmungen, das Haus zu besuchen. „Ab diesem Jahr sind die monatlichen Führungen fester Bestandteil unserer Arbeit. Bislang fanden die nur auf Anfrage statt.“

Erlös für das Hospiz

Langsam füllt sich das Café. Es kommen Besucher von Außerhalb, viele aber auch aus dem benachbarten Seniorenzentrum. So wie Andrea Drosten, die mit ihrer Schwiegermutter hier ist. „Ich bin begeistert. Das Angebot finde ich klasse. Und ich finde gut, dass man damit als Besucher das Hospiz unterstützen kann.“ Denn hier werden nicht nur Spenden gesammelt, alle Standgebühren kommen dem Emmaus-Hospiz zugute.

Gleich neben dem Tresen des Cafés hat Gudrun Stommel ihren Stand. Sie bietet an, was sie genäht hat, vom Tischläufer über Kissen bis hin zu Taschen. Und mit denen geht sie stark auf die Bedürfnisse der älteren Besucher ein. „Ich habe jetzt Rollator-Taschen genäht“, sagt die Erlerin. „Die haben andere Henkel, die man über die Griffe des Rollators streifen kann.“ Ganz im Sinne des Upcyclings besteht das Innenleben jeder Tasche aus einem alten Oberhemd. Die einstige Hemdtasche dient nun als Aufbewahrungsort für Wertsachen.

Kira Schmidt

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Erlebensmarkt für alle Sinne in Resse
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2016-03-07 09:00
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