Erle in den 50er Jahren
02.12.2009 | 09:30 Uhr 2009-12-02T09:30:00+0100
Die Heimatfreunde Hubert Kurowski und Lothar Lange kramten in ihren Erinnerungen und nahmen 200 Gäste mit auf eine Zeitreise. Saal in Erle war überfüllt. Viele interessante Geschichten von früher gab es zu hören.
Eine launige Zeitreise durch die 50er Jahre in Erle erlebten mehr als 200 Gäste im voll besetzten Saal der ev. Dreifaltigkeitskirche, als die Heimatfreunde Hubert Kurowski und Lothar Lange wieder einmal u.a. mit vielen Fotos aus ihren Erinnerungen jener Zeit berichteten.
Schon einmal hatten Kurowski und Lange die Erler mit auf eine Erinnerungstour genommen, und wie damals war der Andrang der Erler so groß, dass der Saal wegen Überfüllung aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste.
Zunächst führte Lothar Lange in das Thema ein und vermittelte das Lebensgefühl der 50er Jahre mit Bildern, eigenen Texten und Geräuschen. Zu hören war der Ton der Sirenen beim Probealarm, die Tagesschau-Eingangsmusik, aber auch Stars und Sternchen, Filmplakate und Autos aus dieser Epoche. Beim anschließenden Bildspaziergang mit Hubert Kurowski durch alte Erler Straßen wurden viele Erinnerungen geweckt.
Dabei begegneten die Gäste damals bekannten und vertrauten Menschen wie dem Kohlenhändler, dem Klüngelskerl oder den Kartoffelhändlern Jansing und Radke, als sie noch mit Pferd und Wagen unterwegs waren. Dabei ließ Kurowski auch die Zuhörer zu Wort kommen. „Schließlich haben wir viele Fotos von Erler Bürgern erhalten, die als Experten in eigener Sache ihre Geschichte dazu erzählen konnten, aus neuer, anderer Perspektive”, sagte Kurowski nach dem Abend.
Nach einigen Ansichten der Zeche Graf Bismarck, die mit ihren Schächten an verschiedenen Standorten als sichtbare Landmarken den Stadtteil prägte, vermittelte Kurowski Eindrücke aus dem Erler Alltagsleben - kommentiert von Lothar Lange mit vorgelesen Nachrichten aus der Werkszeitschrift „Licht vor Ort”.
Lange beendete den Abend mit Geschichten aus eigener Feder. So gelang es den beiden „Erler Jungen”, Wandel, Veränderungen, aber auch Kontinuitäten im Stadtteil aufzuzeigen. Kurowski bilanzierte: „Ich habe mich nach dem Erle-Abend nicht nur über Lob und Anerkennung gefreut, sondern auch darüber, dass diese Zeitreise bei vielen Gästen deutlich sichtbare Emotionen geweckt hat und darüber hinaus auch das eine oder andere überraschende Wiedersehen stattfinden konnte.”
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