Erinnerung an das Unglück auf Nordstern

Das Mahnmal auf dem Friedhof Horst-Süd erinnert an die Grubenunglücke von 1937 und 1955 auf der Zeche Nordstern.
Das Mahnmal auf dem Friedhof Horst-Süd erinnert an die Grubenunglücke von 1937 und 1955 auf der Zeche Nordstern.
Foto: Nils Aders/HG
Durch eine Methangas-Explosion auf der elften Sohle des Bergwerks Nordstern kamen am 26. Juni 1955 in Horst 14 Bergleute ums Leben. Am 60. Jahrestag findet auf dem Friedhof Horst-Süd eine Gedenkfeier statt.

Gelsenkirchen-Horst.  . Dieser 26. Juli hätte ein friedlicher Sommer-Sonntag werden können. Eine Explosion auf der elften Sohle des Bergwerks Nordstern zerstörte an diesem Vormittag das vermeintliche Sonntagsidyll in Horst. 14 Bergleute kamen damals ums Leben.

Mit einer öffentlichen Gedenkfeier wollen das Geschichtsforum Nordsternpark und der Freundeskreis Nordstern um Reinhold Adam und Wilhelm Weiß am Freitag, 26. Juni, an das Grubenunglück erinnern. Treffpunkt um 14 Uhr ist das Haupttor des Friedhofes Horst-Süd, Am Schleusengraben. Die Gedenkfeier setzt sich anschließend im Gemeindesaal von St. Laurentius, Im Bauverein, fort.

Am Ehrenmal des knieenden Knappen kommen das Bergwerksorchester Consolidation, Pastor Cornelius, Pfarrer Pingel, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Bergmanns-,Hütten- und Knappenvereine Kurt Wardenga und etliche Knappenvereine zusammen. Schirmherr der Veranstaltung ist Bezirksbürgermeister Joachim Gill. Das Unglück, da ist sich Reinhold Adam sicher, ist auch heute noch vielen Horstern in Erinnerung, denn der Trauerzug, der von Schacht 3 zum Friedhof Horst-Süd führte, wurde damals von zahlreichen Schulkindern gesäumt.

Auslöser des Unglücks war wohl ein Ventilator, der abgeschaltet wurde, obwohl sich Bergleute im Streb Flöz G aufhielten. Sie trafen Vorbereitungen für die nächste Förderschicht. Als die Wetterführung eingestellt wurde, stieg der Methan-Gehalt in der Umgebung des Strebes deutlich an. Ein Funke genügte, um die Explosion auszulösen.