Elisabeth-Krankenhaus steht vor der Fusion

Das Elisabeth-Krankenhaus strebt „in Kürze“ eine Fusion mit der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH an.
Das Elisabeth-Krankenhaus strebt „in Kürze“ eine Fusion mit der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH an.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Tage der Selbstständigkeit sind gezählt: Das Elisabeth-Krankenhaus in Erle steht vor dem Zusammenschluss mit der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, die das organisatorische Dach für die beiden Marienhospitäler bildet.

Gelsenkirchen-Erle..  Die Tage der Selbstständigkeit sind gezählt: Das Elisabeth-Krankenhaus in Erle, das letzte noch eigenständige Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft, steht vor dem Zusammenschluss mit der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, die das organisatorische Dach für das Sankt Marien-Hospital Buer und das Marienhospital in Ückendorf bildet. Wann und mit welchen Auswirkungen diese Fusion wirksam werden wird, ist im Moment noch unklar, sie soll aber, so ist in Erle zu hören, „in Kürze“ umgesetzt werden.

Gespräche mit dem Bistum

Die bevorstehende Kooperation bestimmt schon seit Wochen die Gespräche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Elisabeth-Krankenhauses an der Cranger Straße. So bestätigt Geschäftsführer Andreas Marten denn auch: „Ja, es gibt Fusionsgespräche.“ Und fügt hinzu: „Sie stehen kurz vor dem Abschluss.“ Einen offiziellen Termin für die Bekanntgabe dieses Schrittes wollte er aber noch nicht nennen und verweist auf Gespräche, die noch mit dem Bistum in Essen geführt werden. Diese seien aber noch nicht abgeschlossen.

Rund 350 Mitarbeiter

Die Erler Einrichtung beschäftigt rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hält 226 Betten vor. Das einstige Allgemeinkrankenhaus hat sich in den vergangenen Jahren auf die Fachbereiche Innere Medizin, Geriatrie und Psychiatrie/Psychotherapie spezialisiert. Es verfügt seit 1993 über eine Diabetiker-Ambulanz und stellte im Herbst 2013 eine neue Demenzstation vor. Das Haus wird von der Elisabeth-Krankenhaus GmbH getragen, die eng verbunden ist mit der Elisabeth Stift-GmbH, zu der das Kinder- und Jugendheim St. Elisabeth und das Alten- und Pflegeheim St. Josef gehören. Das sind allesamt Einrichtungen, die auch schon bei der Augustinus GmbH zu finden sind. Aus diesem Grund kommt Andreas Merten, auch wenn er Einzelheiten noch nicht bekannt gibt, zu dem Schluss: „Die Fusion macht Sinn.“ Und sie werde sich auch auf die Bereiche Jugendhilfe und Altenpflege beziehen. Unter dem Augustinus-Dach finden sich nicht nur die beiden Marienhospitäler, sondern auch die Pflegeeinrichtung St. Vinzenz-Haus, die Kinder- und Jugendeinrichtung St. Josef und die Kindergärten St. Nikolaus, St. Martin und St. Lucia.

Krankenpflegeschule

Der Kontakt mit der St. Augustinus GmbH kommt für Eingeweihte nicht überraschend. So arbeiten das Elisabeth-Krankenhaus und das Marien-Hospital Buer seit längerem schon über die Jordan Mai Krankenpflegeschule im Bereich der Ausbildung zusammen.