Ein Markt für gesellige Feinschmecker am Dom

Dem anonymen Online-Shopping und Einkauf im Discounter etwas entgegen zu setzen, das war die Idee des Juweliers Alfred Weber, der sich im Oktober 2013 mit der Idee, auf der Domplatte einen Feierabendmarkt zu etablieren, an Oberbürgermeister Frank Baranowski wandte. Der Vorschlag kam an. Mittlerweile ist der Markt am Donnerstagnachmittag aus Buer nicht wegzudenken.

„Das Konzept passt nach Buer“

„Ein Markt für gesellige Feinschmecker, der sich besonders an Berufstätige richtet: Dieses Konzept passt hervorragend nach Buer“, warb Weber damals. Zudem würden auch die Geschäftsleute rund um die Domplatte profitieren, war auch Dr. Siegbert Panteleit, der im Auftrag von Gelsendienste die Wochenmärkte betreut, schon früh überzeugt. Schon im April 2014 feierte der Markt Premiere – ein unerwartet großer Erfolg. „Die ersten Besucher waren schon um zwei Uhr mittags da“, hatte Panteleit Grund zur Freude. Schließlich öffnet der Markt erst um 16 Uhr.

Das Konzept kam ab dem ersten Tag gut an bei den Bueranern. Feinkost-Stände und gastronomische Angebote waren und sind gleichermaßen vertreten, der Feierabendmarkt ist nicht nur Gelegenheit zum Einkauf für Berufstätige, er lädt ein zum Verweilen. Stets gibt es Live-Musik, meistens von Norbert Labatzki alias Mr. Mambo. Manchmal werden auch andere musikalische Akteure verpflichtet, wie zuletzt Sven Wildöer, der mit seinem mobilen Klavier begeisterte. Finanziell unterstützt wird das Rahmenprogramm mittlerweile durch den Verkauf von Buttons auf dem Markt und in umliegenden Geschäften. Die Buttons sind ebenso im Leserladen der WAZ an der Hochstraße 68 erhältlich. Dieser kostet 5 Euro, die komplett dem Programm zugutekommen.

Ein echter Publikumsliebling

Der „Markt am Dom“ ist ein echter Publikumsliebling geworden. Auch wenn er sein Gesicht bereits wandelte. Einige Händler schieden aus, andere kamen neu dazu. Heute wartet der Markt mit Besonderheiten auf wie frisch geräuchertem Fisch, Fleisch von besonderer Qualität und Obst und Gemüse vom Selbsterzeuger. Auf hungrige Marktbesucher warten sowohl italienische Kleinigkeiten wie auch eine zünftige Bratwurst vom Grill. Stehtische und im „Herzen“ des Marktes sogar eine Sitzecke laden zum Verweilen ein. Man trifft sich eben, auf dem Feierabendmarkt.

Nicht nur der optische Eindruck, auch die Zahlen geben Juwelier Alfred Weber und seiner Idee Recht. Etwa 2000 bis 3000 Kunden kommen im Durchschnitt pro Markttag auf die Domplatte – und das in nur vier Stunden. An den ersten 34 Markttagen waren 751 Händler da, das ergibt einen Schnitt von 22 Händlern pro Markttag.