Ein letztes Bier von Schulleiter Georg Altenkamp

Ehemalige Schüler der Gesamtschule Berger Feld im Gespräch mit ihrem Schulleiter Georg Altenkamp (v. r.).
Ehemalige Schüler der Gesamtschule Berger Feld im Gespräch mit ihrem Schulleiter Georg Altenkamp (v. r.).
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Der langjährige Schulleiter der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen geht im Sommer in den Ruhestand. Beim nächsten Ehemaligen-Treffen, Weihnachten 2015, möchte er dann nicht mehr den Kellner spielen, sondern sich erstmals auch bedienen lassen.

Alle Jahre wieder: Am zweiten Weihnachtsfeiertag steht Georg Altenkamp hinterm Tresen des Bistros der Gesamtschule Berger Feld. Einige Hundert Tassen Kaffee schenkt er an die Ehemaligen aus, zwischendurch auch mal ein Bier oder ein Radler. Doch dieses Ehemaligentreffen ist ein besonderes für den 67-Jährigen: Es ist das letzte, ehe er im Sommer in den Ruhestand geht.

„Es hat 22 Jahre lang Spaß gemacht”, sagt Altenkamp. „Aber ich freue mich auch darauf, nächstes Jahr auf der anderen Seite des Tresen zu stehen und in Ruhe meinen Kaffee zu trinken - oder auch ein Bier.” Die traditionelle Veranstaltung sei „ein Stück Schulfamilie”, sagt er. Viele Ehemalige kämen über die Feiertage nach Hause, um sich auch im Berger Feld mit den alten Kollegen zu treffen.

„Eliteschule des Fußballs”

„Besonders viele Fragen kommen natürlich zu unserem Sportprofil”, auf das der Schulleiter stolz verweist. Dass sich die Gesamtschule Berger Feld „Eliteschule des Fußballs” nennen dürfe, sei auch wichtig fürs Land.

Besonders schätzt Altenkamp den „Blick von außen”, den ihm ehemalige Schüler bieten können. Derartige Rückblicke hätten schon oft interessante und wichtige Anregungen gebracht. Schließlich stünden die Schulen in der Stadt auch in gesundem Wettstreit zueinander.

Reges Interesse an der ehemaligen Schule

Und obwohl er sich stets sehr gefreut habe, Ehemalige nach langer Zeit mal wieder in der Schule zu begrüßen, sei der harte Kern, der jedes Jahr vorbeikommt, doch etwas Besonderes. „Mit denen muss ich am Ende noch ein Bier trinken, sonst lassen sie mich nicht gehen”, sagt Altenkamp. Eben dieser harte Kern und das stets rege Interesse geben ihm Gewissheit, dass das Ehemaligentreffen auch nach seinem Abschied weiter laufen werde: „Wie man ihm Ruhrgebiet sagt, das ist eine ganz sichere Nummer.”