Ein jeckes Unikat
14.02.2010 | 18:09 Uhr 2010-02-14T18:09:00+0100
Charly Roslan erhielt als erster den neuen Orden der KG Erler Funken, den „Zuch“. Der Erler Goldschmied Ulrich Störbrauck fertigte das Schmuckstück an.
Charly Roslan hat zum letzten Mal den Erler Bürgerball als Sitzungspräsident geleitet. Für sein 30-jähriges Engagement hat ihn die KG Erler Funken mit einem neuen Orden ausgezeichnet, dem „Zuch“. Gefertigt hat die Anstecknadel aus 925er Silber, die dieses Jahr zum ersten Mal verliehen wurde, der Erler Goldschmiedemeister und staatlich geprüfte Schmuckgestalter Ulrich Störbrauck.
Wenige Stunden vor Beginn des Balles hat der Vorsitzende der Erler Funken, Rüdiger Pütz, das Unikat im Geschäft Störbraucks an der Cranger Straße abgeholt. „Wir hatten seit Jahren im Kopf, eine solche Auszeichnung zu verleihen“, so Pütz. Angefangen hat der Resser Karnevalsverein mit der „Resser Träne“, die bereits Störbraucks Vater entworfen und gefertigt hat. Auch den „Narrenspiegel“ des KC Astoria arbeitet Störbrauck.. „Dem wollen wir in Erle natürlich nicht nachstehen“, so Pütz mit einem Augenzwinkern.
„Eine gute Woche“ hat Störbrauck an dem Schmuckstück gearbeitet. Der Orden stellt eine Dampflok dar, deren Lampe, Schornstein besonders fein gearbeitet sind. Eingraviert ist die Inschrift „Der Zuch 2010“, die Kohle in den Wagons kräuselt sich als Detail hervor. „Die Erler Funken hatten gewisse Vorstellungen, wie der Orden aussehen sollte“, so Störbrauck, dessen erste Entwürfe bereits auf Gegenliebe der Jecken stießen
Die Anstecknadel, die Roslan demnächst am Revers tragen darf, ist in besonderer Weise ein Unikat: Eines Missverständnisses bei den Erler Funken wegen ist der Orden plastisch und massiv – und nicht flach. Das soll im nächsten Jahr anders sein, so Pütz und Störbrauck. Dann wird der „Zuch“ auch aus Gold sein.
„Wir wollen jedes Jahr nur einen Orden verleihen“, erklärt Pütz, „um den besonderen Wert der Auszeichnung aufrecht zu erhalten.“ Und insofern wird jede der künftigen Anstecknadeln einzigartig sein, als dass sie mit der jeweiligen Jahreszahl versehen sind.
Was noch fehlt, ist die persönliche Note des Goldschmiedemeisters. „Viele Kollegen haben ihr persönliches Symbol. Ich hab’ hier mein eigenes Zeichen nicht eingesetzt. Aber in Zukunft will ich das tun“, so Störbrauck.
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