Ein Herzstück der buerschen Innenstadt

Die buersche Markthalle war ein echtes Prestigeobjekt, sie prägte die Innenstadt, galt als Signal für die Weiterentwicklung, die Zukunft kurz vor der Jahrtausendwende. Geht es nach dem neuen Eigentümer Thomas Bernau, dann soll die Halle bald in neuem Glanz erscheinen, soll attraktiv sein wie damals und doch in ihrem Angebot zeitgemäß.

Die buersche Markthalle wurde nach rund einjähriger Bauzeit im Herbst 1999 eröffnet. Investor und Bauherr war die eigens hierfür gegründete „Intecta Bauprojektentwicklung GmbH“, ein Zusammenschluss buerscher Investoren, zu denen auch der Architekt Michael Becker gehörte. Mit ihren 1700 Quadratmetern war die Markthalle ein ergänzendes Angebot zum Markt und ein Szenetreff gleichermaßen. Tagsüber bot sie Raum zum Einkauf von frischen Blumen, Fisch oder italienischen Köstlichkeiten, am Wochenende wurde die gesamte Fläche zur Party-Zone, auf der es nicht nur ums Abtanzen ging, sondern auch darum, zu sehen und gesehen zu werden.

Die Attraktivität ließ nach

Doch je mehr Pächter die Halle verließen, desto stärker sank die Attraktivität. Die Halle wirkte ungepflegt. Die wenigen verbliebenen Pächter konnten daran auch nichts ändern. Bereits 2007 häuften sich die Probleme, dann wurde öffentlich über den Verkauf der Halle gesprochen.

Im November 2014 erwarb Thomas Bernau die Immobilie – und tat sogleich seine Ideen kund. „Alle reden bisher nur von der tollen Vergangenheit. Leider ist das Konzept, wie wir alle wissen, gescheitert.“ Die Halle soll künftig wieder Szene-Treff und Publikumsmagnet werden. Um allerdings die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, brauche man mehr Fläche. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Michael Becker werden noch in diesem Jahr Umbaumaßnahmen durchgeführt. Im Innenteil soll eine Zwischendecke die Fläche vergrößern, draußen werden die kleinen Terrassen im Obergeschoss erweitert. So soll „eine der größten Terrassen im Stadtnorden“ entstehen, beschreibt es Bernau.

Regelmäßige Partys geplant

Die große Überraschung: Obwohl gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen dem „Mezzomar“ und Thomas Bernau dies zunächst nicht erwarten ließen, bleibt die Gastronomie in der Markthalle und wird sich sogar vergrößern. Regelmäßig sollen hier wieder Partys stattfinden, die Halle neu beleben. Für den unteren Bereich laufen die Verhandlungen noch. Investor Bernau kann sich hier eine „Burger Bar“ vorstellen – eine mit Niveau. Mit dem „Relaunch“ der Markthalle ist, so Bernau, im Herbst zu rechnen.