Ein Drittel der Arbeitslosen kommt aus dem Stadtnorden

Von den 18 569 Arbeitslosen, die von der Agentur für Arbeit im vergangenen Monat in Gelsenkirchen gemeldet waren, kommt jeder dritte aus dem Stadtnorden. Auch der Blick auf die Arbeitslosenquote im Monat Juni macht das deutliche Gefälle zwischen Süd und Nord aus. Im Bereich der Geschäftsstelle Gelsenkirchen waren 17,2 Prozent der Erwerbspersonen arbeitslos, im Bereich der Geschäftsstelle Buer waren es 11,5 Prozent. Zusammen für beide Stadthälften macht das eine Quote von 14,8 Prozent aus. Damit ist zu Beginn der Sommerferien die Arbeitslosigkeit in der Gesamtstadt leicht um 0,3 Prozentpunkte leicht gestiegen, heißt es in der aktuellen Statistik der Arbeitsagentur.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung zählte die Geschäftsstelle Buer im Juni 1328 Personen und damit 68 mehr als im Monat zuvor. Deutlich höher entfällt die Zahl der Menschen, die auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II angewiesen sind: In Buer waren im vergangenen Monat 4791 Männer und Frauen gemeldet, die Hartz IV und ähnliche Leistungen beziehen. Von den 580 offenen Stellen, die Arbeitgeber im Juni für die Gesamtstadt gemeldet haben, entfallen 209 auf die Geschäftsstelle Buer. Den leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Gesamtstadt führt die Arbeitsagentur auf die Jahreszeit zurück: Junge Leute beenden ihre Ausbildung, ohne sofort eine neue Stelle zu finden oder meldeten sich nach Verlassen einer allgemeinbildenden Schule vorübergehend arbeitslos. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für Juli und August erwartet.