Domplatte in Buer wird salonfähig für Hochkultur

Für die Neue Philharmonie Westfalen wird auf der Domplatte am 21. Juni eine Bühne aufgebaut, für das Publikum 600 Sitzplätze.
Für die Neue Philharmonie Westfalen wird auf der Domplatte am 21. Juni eine Bühne aufgebaut, für das Publikum 600 Sitzplätze.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Domplatte in Buer wird salonfähig für Hochkultur: Am Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr, gibt die Neue Philharmonie Westfalen unter Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann ein Open-Air-Konzert. Umsonst und draußen.

Gelsenkirchen-Buer..  Die Domplatte in Buer als Schandfleck, verwahrlost und öde: Diese Zeiten sind vorbei. Längst ist der mittlerweile sanierte Platz mit Geschäften belebt und zum Veranstaltungsraum avanciert. Und jetzt kommt – nach Winter-, Herbstmärkten und Rock am Dom – die Hochkultur: Am Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr, gibt die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) dort ein Open-Air-Konzert.

Generalmusikdirektor Rasmus Baumann nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. Die Schirmherrschaft hat Weihbischof Wilhelm Zimmermann, bis 2014 Propst in St. Urbanus und Mit-Initiator der Veranstaltung.

600 Sitzplätze

Umsonst, draußen, mit (kostenpflichtiger) Bewirtung und Sitzplätzen vor der Bühne: So plant der Bauverein St. Urbanus als Veranstlater in Zusammenarbeit mit der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Domplatte das Konzert. Die Idee dazu ist freilich schon älter.

Ende 2013 war es, als er mit Oberbürgermeister Frank Baranowski zusammensaß und ins Blaue fabulierte: „Man müsste hier eigentlich mal ein Klassik-Konzert organisieren....“ – So jedenfalls berichtet es Reinhard Schaffrick, einst Pfarrgemeinderats-Vorsitzender und nun Koordinator der Veranstaltung für die Gemeinde.

„Die Ernennung zum Weihbischof verzögerte das Projekt, aber auch der neue Propst Markus Pottbäcker war davon begeistert“, so Schaffrick. „Das Konzert ist doch eine tolle Chance, uns als Gemeinde mittdendrin im Leben und in der Stadtgesellschaft zu präsentieren“, bestätigt dieser denn auch. „Kirche war und ist schließlich immer auch Kulturträger und -förderer.“ Offen für alle zu sein, will die Gemeinde an diesem Tag ganz wörtlich nehmen – und die Kirche öffnen. Ohnehin ist sie als Ausweichstandort geplant, falls das Wetter nicht mitspielt.

Öffentlichen Platz beleben

Die ISG sieht derweil in der Veranstaltung die Möglichkeit, mit Klassik-Fans „eine neue Zielgruppe anzusprechen und die Domplatte als Ort für Hochkultur salonfähig zu machen“, so Sprecher Dr. Siegbert Panteleit. Auch die Stadt unterstütze ausdrücklich die Idee, Kultur-Instititutionen wie das Musiktheater und die Neue Philharmonie in die Belebung öffentlicher Plätze einzubinden und dadurch jüngere Generationen anzusprechen, so Panteleit weiter.

Während Generalmusikdirektor Rasmus Baumann noch an den Details des Programms feilt – er wird das Konzert selbst dirigieren –, steht schon fest, „dass es in Richtung musikalische Weltreise gehen wird, weil sich viele populäre Stücke aus verschiedenen Ländern für so ein Open-Air-Konzert eignen“, so Dr. Jörg Hillebrand, NPW-Geschäftsführer.