Die Mevlana-Moschee lud zum Gemeindefest nach Horst

Mit dem Zug konnten die Kleinen Besucher die Moschee umrunden.
Mit dem Zug konnten die Kleinen Besucher die Moschee umrunden.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Zahlreiche Besucher kamen am Wochenende zur Ditib-Mosche an die Fischerstraße nach Gelsenkirchen-Horst. Einmal mehr wollte der Verein damit seine Offenheit unter Beweis stellen. Ein Fünftel der Besucher waren Nicht-Muslime

Zum Gemeindefest „Kermes“ hatte am Wochenende die „Mevlana Moschee“ an der Horster Fischerstraße geladen. Einmal mehr wollte der Verein damit seine Offenheit unter Beweis stellen. Denn das Fest richtete sich besonders an Nicht-Muslime.

Die Mitglieder der Gemeinde warteten mit Spielangeboten für die Kleinen auf, natürlich mit türkische Spezialitäten und allerlei kleinen Ständen, dazu mit einem Auftritt der eigenen Tanzgruppe „Semazen“. „Denn die deutschen Besucher kommen nicht nur für einen Döner“, lachte Murat Sari, der stellvertretende Vorsitzende.

Gesellschaftliche Verantwortung

Er betonte, dass seine Gemeinde eine gesellschaftliche Verantwortung empfinde, sich immer wieder einbringe in Horst. „Wir sehen uns als Integrationszentrum. Das Zusammenleben aller Menschen muss doch funktionieren.“ Das sahen etliche Gäste wohl ebenso. „Ein Fünftel der Besucher waren Deutsche. So viel haben wir nicht erwartet. Und das freut uns sehr.“

Die Mitglieder der Mevlana-Moschee nehmen durch ihren Namen Bezug auf den persischen Mystiker Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, der von seinen Anhängern später Mevlana genannt wurde, was soviel bedeutet wie „Unser Meister“. Das ihm zugeschriebene Zitat „Komm, wieder, egal wer du bist, Seiest du ein Ungläubiger, Feueranbeter oder ein Götzendiener, Hinter unserer Pforte wohnt nicht die Hoffnungslosigkeit ... Komm wieder, komm!“ dient den Muslimen in Horst als philosophische Grundlage.

Wie ernst man den integrativen Ansatz nimmt, das zeigte sich an ganz anderer Stelle. Einen Stand nämlich betreute eine junge Dame mit besonderem Unterstützungsbedarf. „Inklusion hat in den muslimischen Gemeinschaften keine lange Geschichte“, so Murat Sari.