Die Jecken vom Pütt definieren Mitmachkarneval neu

Ausgelassene Partystimmung herrschte auch im Publikum der großen Karnevalssause bei den Jecken vom Pütt.
Ausgelassene Partystimmung herrschte auch im Publikum der großen Karnevalssause bei den Jecken vom Pütt.
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Was wir bereits wissen
Mitten in der Session hatten am Samstag die „Jecken vom Pütt“ zur Karnevalsparty in die Mehrzweckhalle an der Polsumer Straße geladen, die, das wurde noch einmal betont, eben kein Sitzungskarneval war. Aufstehen und Mitmachen war erwünscht.

Gelsenkirchen-Hassel..  Mitten in der Session hatten am Samstag die „Jecken vom Pütt“ zur Karnevalsparty in die Mehrzweckhalle an der Polsumer Straße geladen, die, das wurde noch einmal betont, eben kein Sitzungskarneval war. Aufstehen und Mitmachen war nämlich erlaubt und erwünscht. Und so war denn von Beginn an die Stimmung ausgelassen.

Auch wenn man bei den Jecken vielfach eigene Wege geht, ein festlicher Einmarsch der Gesellschaft ist auch hier Pflicht. Mit dabei waren das Stadtprinzenpaar, das Kinderprinzenpaar und die Prinzengarde, die mit ihrem mitreißenden Gardetanz gleich den ersten Höhepunkt im Programm bot. Der nächste folgte, als das Bergmannsglücker Dreigestirn das Sessionslied „Glitzer, Glanz und Glimmer – die Jecken feiern immer“ auf die Bühne brachte. Für den Gesang zeichnete Reinhard Ostermann verantwortlich, der vor allem mit der Zugabe überraschte, einer Mischung aus orientalischer Musik und Hard Rock. „Es ist nicht unbedingt ein Karnevalslied“, hatte er vorgewarnt. Aber die Jecken seien eben immer etwas anders.

Lehrhauer sorgten für Lacher

Zwar haben die Jecken noch kein eigenes Tanzmariechen, verzichten musste man auf diesen Programmpunkt jedoch nicht. Sarah Saalmann vom KC Astoria begeisterte mit ihrer charmanten Choreographie, spritzig und mit viel Ausstrahlung. Das honorierten die Gäste im ausverkauften Saal mit tosendem Applaus.

Mit den Lehrhauern verfügt der junge Verein seit zwei Jahren über eine Showtanzgruppe, die auch am Samstag für Stimmung sorgte. Angeführt von Mario Aretz, der zu Sessionsbeginn für die Jecken in die Rolle des Berggeistes schlüpft, zeigten sechs Damen eine flotte Choreographie zu den großen Disco-Hits von „Stayin’ Alive“ bis „Dancing Queen“.

„Perle von Erle“

Da zu einer guten Party auch viel Musik gehört, gab es davon am Samstag reichlich. So unterhielt die „Perle von Erle“, Ilona Goldstein, ebenso mit stimmungsvollen, jecken Titeln wie auch der Spielmannszug der Bülser Schützen. Zu Gast war auch die Karnevalsband „Tralafitti“, unter den Narren bereits für gute Stimmung bekannt. Bei den „Jecken vom Pütt“ machte sie ihrem Ruf alle Ehre, brachte die Gäste mit „Schenk mir dein Herz“ von den „Höhnern“ zum Tanzen und Mitsingen und den Saal zum Kochen mit „Viva Colonia“. Zum Ende der Party war auch noch ein Überraschungsgast angekündigt, den Reinhard Ostermann heimlich gebucht hatte. Noch nicht einmal der Rest des Vereinsvorstandes wusste Näheres. So war die Überraschung tatsächlich groß, als Tina Turner auf die Bühne kam, die Paraderolle von Lady Tatti aus dem Revue Palast Ruhr. „Von der war ich so begeistert, dass ich sie gebucht habe“, erklärte Ostermann. Den Gästen im Saal ging’s nicht anders.