Die Jecken übernehmen das Schloß Horst bis Rosenmontag

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Was wir bereits wissen
Kinderprinzessin Aylin I. gelang es am Donnerstagnachmittag, Bezirksbürgermeister Joachim Gill den großen, symbolischen Schlüssel für das Schloß Horst zu entreißen. Drum herum gab es jede Menge karnevalistisches Programm.

Das Rathaus ist schon längst in Narrenhand, da ist Bezirksbürgermeister Joachim Gill alias Freiherr von Horst noch anerkannter Herr im Schloß Horst. Und von den Jecken, die bereits fröhlich in der Glashalle feiern, will ihm das auch keiner streitig machen. Vielmehr darf er sogar, mit etwas Verspätung, diese ganz besondere Veranstaltung eröffnen.

Die wartet gleich mit einem Höhepunkt auf. Jupp Seidel von KC Grün Weiß Resse, langjähriger Büttenredner und Sänger und in diesem Jahr in seiner letzten Session, greift zum Mikrofon und schmettert hinein: „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Für die Jecken heißt das Unterhaken, Schunkeln, Mitsingen. Die Stimmung ist schon ausgelassen, da setzt Jupp Seidel mit seinem „Gelsenkirchen-Lied“ noch eins drauf. „In Gelsenkirchen, da bin ich zu Haus, in Gelsenkirchen, da kenn’ ich mich aus. Da ist der Himmel königsblau und die Bäume herrlich grün, nach Gelsenkirchen zieht’s mich immer wieder hin“, singen alle im Chor.

Tanz zu kölschen Hits

Auf Gesang folgt Tanz, so ist das im Karneval. Und jetzt übernehmen an dieser Stelle die Mitglieder des Tanzkorps der KG Piccolo, die zu einem Potpourri kölscher Hits von „Schön ist das Leben“ bis „Kölsche Jung“ eine stimmungsvolle Choreographie mit zahlreichen Hebefiguren zeigen - das sorgt im Saal für Stimmung.

Traditionell wird der Sturm auf das Schloß Horst ausgerichtet vom KC Astoria und so liegt es auf der Hand, dass dessen eigene Akteure hier ihr Können beweisen. So geht es mit „Double F“ weiter, Susanne Boullier und Harald Kauffmann, die mit Karnevalsliedern für Stimmung sorgen.

Familiäre Atmosphäre

„Viva Colonia“ singen sie hier mit einem ganzen Narrenchor an ihrer Seite, bei „Schenk mir dein Herz“ singen die Jecken noch lauter mit. Und ganz nebenbei macht Susanne Boullier ein kleines Tänzchen mit einer sehr fröhlichen Närrin, die einfach mal die Bühne stürmt. Genau diese familiäre Atmosphäre aber ist es, die diese Veranstaltung ausmacht.

Bei so viel Heiterkeit hätte man fast vergessen, dass ja auch der Schlossherr noch entmachtet werden muss. Das Programm ist schon auf dem Höhepunkt, da kommt das Kinderprinzenpaar, Aylin I. und Manuel I., auf die Bühne. Die kleine Prinzessin tritt an, dem großen Bürgermeister den Schlüssel zu entreißen. „Ich wünsche dir schöne freie Tage. Was du machen sollst? Feiern - keine Frage“, verabschiedet die junge Dame Joachim Gill. Dann gelingt ihr der Kraftakt und stolz hält sie ihre Trophäe, den großen goldenen Schlüssel, über den Kopf.