Die Bauarbeiter rücken an der Markthalle in Buer an

In der Markthalle soll in der nächsten Woche mit der Sanierung begonnen werden.
In der Markthalle soll in der nächsten Woche mit der Sanierung begonnen werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In der Markthalle tut sich etwas. Zwar steht nicht endgültig fest, wie es konkret weitergeht. Aber ab nächster Woche soll mit der Sanierung begonnen werden. Die Zwischendecke wird vergrößert. Zudem gibt es Gespräche mit verschiedenen Gastronomen.

Multitasking beherrscht der Mann. Zwischen seinen Stakkato-artigen Sätzen versucht er mit der rechten Hand der Kaffeemaschine ein Heißgetänk zu entlocken und mit der linken auf dem I-Pad die richtigen Fotos heranzuscrollen.

Thomas Bernau gewährt einen Einblick in seine unternehmerische Arbeit. Bevor er auf sein jüngstes Projekt, die Markthalle Buer zu sprechen kommt, zeigt er seine Arbeit in Bayern. Die neue Burger-Bar in Garmisch – coole schwarze Fliesen, eine Glaswand aus Flaschen, durch die man in die Küche schauen kann – reduzierte Eleganz. Wertigkeit.

Dann folgt der geistige Sprung durch die Republik. Bernau ist noch mit dem Unternehmen Leerzug beschäftigt. Noch im Januar wird der Ralf Hensel mit seinem Subway ausziehen. Er eröffnet am 31. Januar eine neue Filiale an der Breddestraße 15.

„Die weitere Entwicklung hängt von den Verhandlungen ab, die wir mit dem Mezzomar führen“, sagt er. Bernau hatte den Mietvertrag zum Ende des Jahres 2014 gekündigt. Dagegen hat sich das Unternehmen gewehrt. Am 14. April sollen nun die Richter am Landgericht Essen entscheiden.

Neues Angebot für das „Mezzomar“

„Da ich die Mezzomar-Lokalitäten in Dorsten, Recklinghausen und Duisburg toll finde, habe ich dem Inhaber ein neues Angebot gemacht“, sagt Bernau. Jetzt kommt es darauf an, ob sich die Parteien außergerichtlich einigen.

Sollte das möglich sein, rechnet Bernau damit, dass sich die Markthalle spätestens im Spätsommer generalsaniert mit neuen Restaurants präsentieren kann. Im durchaus schlechteren Fall, wenn also Mezzomar-Inhaber Paolo Tornetta alle gerichtlichen Instanzen bemühen sollte, kann sich die Wiederbelebung der Halle bis ins Jahr 2016 hinziehen.

Gespräche mit Gastronomen

Neben diesen Unwägbarkeiten plant Bernau für die nahe Zukunft. „Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Gastronomen“, sagt er. Und in der nächsten Woche will er bereits die Handwerker anrücken lassen. „Die Halle wird saniert.“ Jedes Restaurant soll eine Toilette erhalten. Dazu werde er das Layout verändern. Denn letztendlich brauche er mehr Fläche, um rentabel arbeiten zu können. Das heißt natürlich auch: Die Zwischendecke wird vergrößert.

Bernau hört die Kritiker bereits, die dem großzügigen Hallencharakter nachweinen. Aber er sagt auch: „Alle reden bisher nur von der tollen Vergangenheit. Leider ist das Konzept, wie wir alle wissen, gescheitert.“ Jetzt gehe es um praktikable, langfristige Lösungen für die Zukunft.