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Papadopoulos-Rap

„Der Typ ist krass“

27.01.2012 | 17:06 Uhr
„Der Typ ist krass“
Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen-Buer.„Letztes Mal habt ihr gefragt,: Was wollen diese Penner bloß? Und jetzt sind sie schon wieder da.“ Na, wer wird denn da so selbstkritisch sein. Schon das erste Song/Video-Paket des buerschen Rappers Til über Joel Matip ist im Internet eingeschlagen wie eine Bombe. Jetzt steht Til mit seinem neuen Titel in den Starlöchern des World Wide Web. Das Thema diesmal: Der „griechische Gott“, Kyriakos Papadopoulos.

Mit viel Groove, Lokalpatriotismus und auch einem leichten Augenzwinkern gehen Til und sein Schatten Hula auch bei ihrem Zweitwerk zur Sache: „Steht der Papa auf dem Platz, dann können die Stürmer packen geh’n.“ Richtig. „Das werden wir auch am Samstag wieder sehen“, gibt sich Til, der eigentlich Lars Detke heißt und als Tontechniker am Consol Theater arbeitet, auch für die Rückrunde optimistisch.

Dass es so läuft wie im Bewegtbild-Clip, ist vermutlich eher unwahrscheinlich. Im Musikfilmchen treibt der Papa den Gegner kreuz und quer über den Platz, bis sich der Stürmer aus Angst hinter dem eigenen Tor versteckt. Wie schon beim ersten Video mimt auch diesmal wieder Simon Knöß den Fußballer während das Original mit Abwesenheit glänz. „Simon gehört mittlerweile fest dazu“, sagt Til. „Ohne ihn wäre es nur halb so lustig.“

Und... ging das Songschreiben beim zweiten Mal leichter von der Hand? „Eigentlich hat es keinen Unterschied gegeben“, erinnert sich Til an den kreativen Prozess, „bei Matip musste man sich vielleicht noch etwas mehr anstrengen, um auf Ideen zu kommen. Bei Papa ist das anders. Der Typ ist einfach. . . (überlegt). . . der Typ ist einfach krass.“

„Andererseits wird man natürlich selbst auch anspruchsvoller“, findet Til und das merkt auch der Konsument sowohl beim Text als auch beim Video, die beide im Vergleich zum Debüt noch mal eine Schüppe drauflegen. „Dabei war der Clip, den wir diesmal im Consol Theater gedreht haben, eigentlich eine Notlösung. Ursprünglich hatten wir vor, uns ganz stylish vor verschiedenen Schalke Graffiti produzieren, aber an dem Tag hat’s dann leider geregnet.“ Wie schon beim ersten musikalischen Kurzfilm führte auch beim zweiten Mal Timo Josefowitz Regie.

Die Resonanzen, die sich in der ersten Woche nach Veröffentlichung auf der Internetpräsenz von Til in Form von Forumeinträgen angesammelt haben, sind erneut durchweg positiv. „Dabei hätten wir eigentlich fest damit gerechnet, dass der eine oder andere eingefleischte Fan das nicht sonderlich lustig finden würde.“ Fast 15 000 Klicks verzeichnet die Homepage von Til und Hula di Caracho mittlerweile. Eine beachtliche Zahl. „Nur einer fand, dass Papa keinen Rap verdient hätte“, berichtet Til. „Ein Metal Song würde viel besser passen.“

Und vielleicht wird ja der nächste Song des Rap-Duos in ein etwas anderes Klanggerüst gekleidet. Aber da will man sich nicht festlegen. „Während wir uns beim letzten Mal schon relativ schnell festgelegt und das auch noch kommuniziert haben, haben wir uns diesmal noch gar keine Gedanken gemacht, wie es weiter gehen wird. Aber es kommt bestimmt noch etwas.“

Sebastian Konopka

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