Der Biomassepark kommt
29.04.2009 | 17:35 Uhr 2009-04-29T17:35:00+0200
Im Sommer beginnt die Sanierung des ehemaligen Zechen-Areals - Vorbereitung für den geplanten schnell wachsenden Park. Erste Bäume werden aber erst Ende 2010 gepflanzt. Ungewiss ist dagegen die Zukunft der letzten Hugo-Gebäude.
Der Biomassepark auf Hugo kommt – zwar langsam, aber er kommt. Den langen Planungen folgen nun bald erste konkrete Schritte zur Realisierung des Projektes. Das bestätigte die RAG Montan Immobilien GmbH, die ehemalige Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG), auf WAZ-Anfrage. Was allerdings aus den verbliebenen Altgebäuden, der Kaue und der Direktion, wird, bleibt noch unklar.
Sicher sei, so Frank Schwarz, Sprecher der RAG Montan Immobilien GmbH, dass nunmehr im Sommer mit der Sanierung des 43 Hektar großen Geländes begonnen werde. Die entsprechende bergrechtliche Genehmigung sei jetzt bei der RAG Montan Immobilien GmbH eingegangen. Eine Sanierung sei wegen „lokaler Bodenbelastungen” erforderlich, bevor es zu einem Bodenauftrag für die Biomasseanpflanzung komme, so Schwarz. Die Planungen sollen in den nächsten Wochen mit den kommunalen Gremien besprochen werden.
Erst nach der Sanierung könne die Bergaufsicht über das Hugo-Gelände beendet werden, betont die Montan Immobilien GmbH. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass erste Teilflächen im kommenden Jahr aus der Bergaufsicht kommen können und der Biomassepark entstehen kann. Mit dem Pflanzen des ersten Baumsetzlings sei Ende 2010 zu rechnen, so Schwarz. Auf lange Sicht soll das Gelände am Brößweg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und auch Rad- und Fußwege entstehen.
Der Biomassepark ist eine Zwischenlösung zur Nutzung des ehemaligen Zechengeländes, das ansonsten mangels Nachfrage nach aufbereiteten Gewerbeflächen auf Jahre brach liegen würde. Angepflanzt werden schnell wachsende Gehölze wie Pappeln, die schon nach wenigen Jahren biothermisch genutzt werden können. Entweder gibt es dann eine neue Nutzung des Geländes - oder es wird wieder gepflanzt.
Ungewiss ist die Zukunft der ehemaligen Kaue und Direktionsgebäude. Nach wie vor gebe es keine Interessenten und keinen Investor für die Gebäude, bestätigte „Montan Immobilien”. Einen möglichen geplanten Abriss wollte der Sprecher Schwarz aber nicht bestätigen, obwohl feststeht, dass zur Beseitigung der Schäden, die inzwischen in den Gebäuden durch Vandalismus entstanden sind, 100 000 € nötig wären. Schwarz: „Aber auch dann sind die Gebäude noch nicht wieder nutzbar, da sämtliche Haustechnik erneuert und alles nutzungsgerecht umgebaut werden müsste.” Auch gebe es keine dauerhaft nutzbare Entwässerung.
Die Verwaltung bestätigte unterdessen, dass kein Antrag auf Abriss der unter „vorläufigem Denkmalschutz” stehenden Gebäude vorliege. Die Stadt dringe auf Klärung, so Stadtplaner Clemens Arens, um ihren Plan, ein kleines Gewerbegebiet zwischen Ende Brößweg und Autohaus Turowski, realisieren zu können.
13:05
Wie wäre es denn, wenn die alten Gebäude zu einem Treffpunkt für Jugendliche ausgestaltet würden?
Jugendliche, nicht nur die aus Buer, wissen doch heute gar nicht mehr, wohin sie gehen können, um sich mit Gleichaltrigen zu treffen.
Ganz früher gab es hierfür z. B. einmal die Pappschachtel in Buer.
Eine Discothek, Pub, Sozialbüro für Hilfe suchende Jugendliche u. v. a. m. könnten hier entstehen.
Halt alles etwas jugendgerecht aufziehen.
Vielleicht geschehen dann auch nicht mehr so viele Exesse, die man allerorten durch Jugendliche zu beklagen hat.
Jugend will etwas erleben und nicht nur träge am Busbahnhof Buer abhängen.
Bietet ihnen endlich wieder etwas!
12:38
Nichts. Der Betreiber wurde finanziell ausgehungert. Laut eigener Darstellung (die ich weder bestätigen noch verneinen kann) durch eine Dauerblockade durch (zuerst) CDU&SPD&Wittke, später offenbar durch den als Heilsbringer erträumten Baranowski.
Ich kann mich da noch gut dran erinnern, das wäre nämlich mein Ausbildungsplatz gewesen und war zugleich der letzte Tropfen der bei mir das Fass zum Überlaufen brachte.
Seitdem muß mich die Stadt politisch ertragen *kicher*
09:01
Apropos ... was wird eigentlich aus dem fast fertiggestellten und vom Steuerzahler bezahlten Biomasseheizkraftwerk auf dem Gelände des Großmarktes in Ückendorf?? Haben die Bürger das umsonst bezahlt??
siehe auch (erster Abschnitt) -> http://www.auf-gelsenkirchen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=273&Itemid=127