Deponie nimmt mehr Bauschutt auf

Die Zentraldeponie Emscherbruch soll im Nordosten für die Einlagerung von Bauschuttabfällen erweitert werden.
Die Zentraldeponie Emscherbruch soll im Nordosten für die Einlagerung von Bauschuttabfällen erweitert werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Abfallentsorgungsunternehmen AGR will ab 2017 die Anlage an der Wiedehopfstraße erweitern.Das Zwischenlager für Sonderabfall wird deshalb demnächst zum RZR Herten verlegt.

Gelsenkirchen-Resser Mark.  . Die Zentraldeponie Emscherbruch soll erweitert werden. Das zum Regionalverband gehörende Entsorgungsunternehmen AGR will als Betreiber der Anlage einen neuen Schüttbereich im nordöstlichen Bereich der Großdeponie anlegen. Ab 2017 sollen im Laufe von zehn Jahren rund zwei Millionen Tonnen Böden und Bauschutt zur Wiedehopfstraße gebracht werden.

Das Unternehmen hat den Anwohnern die Pläne bereits vorgestellt und will voraussichtlich im ersten Quartal 2016 die Unterlagen für das damit verbundene Planfeststellungsverfahren beim Regierungspräsidenten einreichen. Als Lagerfläche kommt jenes Areal in Betracht, wo sich heute noch das Zwischenlager für Sonderabfälle befindet, das demnächst zum benachbarten RZR im Hertener Süden verlagert wird.

Hintergrund für diese Pläne ist die Entwicklung der Deponiekapazitäten für Abfälle der Deponieklasse DK-I, zu denen Böden und Bauschutt gehören. Nach Berechnungen von Fachleuten soll es vor allem im Norden und Nordosten des Landes zu einem Entsorgungsengpass für diese mineralischen Abfälle kommen. AGR-Sprecher Michael Block versichert: „Die Abfälle kommen aus der Region.“ Zu einer zusätzlichen Belastung durch Lkw-Transporte im unmittelbaren Umfeld der Deponie werde es aber nicht kommen. Denn durch die Verlagerung des Sonderabfall-Zwischenlagers entfallen die damit verbundenen Anlieferungen. Block: „In der Summe wird es nicht mehr Lkw-Fahrten geben.“

Im Nordosten

Die Deponie-Erweiterungsfläche befindet sich im Nordosten der Anlage, wo der Haldenbogen in Richtung Ewaldsee und Kreuzung Ewaldstraße/Münsterstraße/Wiedehopfstraße zeigt. „Das Gelände befindet sich aus Richtung Eichkamp-Siedlung hinter dem Scheitelpunkt der Halde auf einem abschüssigen Teil zur Wiedehopfstraße hin, so dass die dortigen Anwohner die Erweiterung nicht wahrnehmen werden“, erläutert Block. Der Grünstreifen entlang der Wiedehopfstraße bleibe erhalten und diene auch in Zukunft weiter als Sichtschutz.

Schon frühzeitig habe man die AGR-Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu beiden Informationsveranstaltungen seien rund 20 Anwohner gekommen. Aufgrund der Anmeldungen hatte die AGR mit einem größeren Interesse gerechnet. Zentrale Frage dabei sei die Belastung durch zusätzlichen Lkw-Verkehr gewesen.

Diese Frage wird ein Verkehrsgutachten aufnehmen, das zu den Unterlagen gehört, die die AGR für das Planfeststellungsverfahren einreichen wird. Der Antrag soll Anfang des kommenden Jahres gestellt werden, so dass mit der Erweiterung der Deponie voraussichtlich in 2017 begonnen werden könnte. Verfüllung und Oberflächenabdeckung sollen etwa 15 Jahre dauern und damit innerhalb der Deponie-Laufzeit liegen.