Dem Bunker ein Fachwerk aufmalen

Herten..  Der Hochbunker an der Kolpingstraße in Westerholt bleibt weiter in der Diskussion: weil die Nachbarn sich über die hässliche Fassade ärgern; weil die Bundesanstalt für Immobilienverwaltung noch keine Entscheidung getroffen hat; weil einzelne Bürger durchaus kreative Lösungen präsentieren, die möglicherweise sogar die Kosten im Rahmen halten.

Mit geringen Mitteln

Charly Schlüter hat beispielsweise die Nähe zu den Fachwerkhäusern im „Alten Dorf“ aufgegriffen. Seine Überlegung : Man könnte ein Fachwerkmuster auf die Fassade aufmalen. Wer immer das mache, es müsse nicht viel kosten, meint er. So ließe sich „das hässliche Gebilde mit ganz geringen Mitteln“ optisch schöner machen. Britta Stemick, bei der Bundesanstalt für Immobilienverwaltung in Dortmund Fachbereichsleiterin für gewerbliche Immobilien, hat sich im März selbst den Westerholter Bunker angeschaut und sagt unumwunden: „Das ist keine schöne Wand.“

Wirtschaftliche Lösung

Allerdings sei ihre Behörde einer „wirtschaftlichen Lösung“ verpflichtet. Sie habe nicht viel Geld und schon erst recht keines für Schönheitsreparaturen. „Ich darf nur Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen“, sagt Britta Stemick. Dennoch räumt sie ein, dass der aktuelle Zustand so nicht bleiben könne.

Die Dachkanten sollen einen ordentlichen Abschluss bekommen. Rillen in der Fassade werden beigeputzt. Durchgänge werden zugemauert und vorstehendes Ziegelwerk soll geglättet werden. Britta Stemick ist bewusst, dass man es auch dann noch nicht mit einer „schönen Mauer“ zu tun hat. Über den Ärger der Nachbarn sagt sie: „Ich kann die Leute verstehen.“ Mit den genannten Kleinarbeiten will man Mitte Mai fertig sein. Das Ergebnis würde dann noch einmal von einem Kollegen der Immobilienanstalt begutachtet.

Ob und in welcher Form kreative Bürgervorschläge aufgegriffen werden können, konnte sie nicht sagen.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE