Choristers gratulieren St. Josef zum Chorgeburtstag

Anspruchsvolle Musikliteratur präsentierten die Sängerinnen von Choristers in der St.-Josef-Kirche in Scholven unter der Leitung von Carsten Böckmann, Kantor in St. Urbanus.
Anspruchsvolle Musikliteratur präsentierten die Sängerinnen von Choristers in der St.-Josef-Kirche in Scholven unter der Leitung von Carsten Böckmann, Kantor in St. Urbanus.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum 100. Geburtstag des Kirchenchores St. Josef in Scholven erhielten die Sänger jetzt ein ganz besonderes Geschenk: Der noch junge Chor „Choristers“ gastierte dort für ein Jubiläumskonzert.

Gelsenkirchen-Scholven..  Zum 100. Geburtstag des Kirchenchores St. Josef in Scholven erhielten die Sänger jetzt ein ganz besonderes Geschenk: Der noch junge Chor „Choristers“, der erst vor zwei Jahren gegründet wurde, gastierte dort für ein Jubiläumskonzert. Und das war ebenso auf hohem Niveau wie auch ansprechend.

Schon den Auftakt hatten die Sängerinnen einfallsreich gestaltet. Den gregorianischen Choral „Veni sancte spiritus“ singend, betraten sie den Kirchenraum, schritten langsam in den Chorraum. Mit diesem starken Beginn sicherten sich die Sänger die Aufmerksamkeit aller im Kirchenraum, der jedoch nicht einmal zur Hälfte gefüllt war.

Ein Höhepunkt folgte auf den nächsten. Anspruchsvoll war die Literatur und souverän vorgetragen. Zu hören waren auch wohlbekannte Kompositionen wie „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Bach, seiner Schönheit und Emotionalität wegen ein echter Klassiker, der seine Strahlkraft auch hier entfaltete. Berührend war Faurés „Ave verum corpus“, sehr fein, zart, gefühlvoll, streckenweise fast verspielt und von großer Leichtigkeit – ein sehr schöner Vortrag. Ähnlich war es auch beim „Maria, mater gratiae“, das hier weich, ansprechend und bewegend interpretiert wurde.

Ein wohlbekanntes Sück Klassik

Angerundet wurde das Konzert durch Orgelstücke von Chorleiter Carsten Böckmann, unter anderem „Praeludium, Largo et Fuga in C“ von Bach, ebenfalls ein wohlbekanntes Stück Klassik. Dessen Prealudium war schön, lebendig, mit viel Energie. Ein gutes Gegengewicht zur Chormusik. Das Largo berührte und bewegte mit seiner weichen Wärme – wundervoll. In der Fuga fand das Stück zu seiner Leichtigkeit zurück, entfaltete wieder große Strahlkraft.