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Chaotisch und freundlich

10.10.2007 | 18:45 Uhr

Vielfältige Eindrücke brachten zwölf Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums von ihrer Irland-Reise mit. Der Gegenbesuch ist für Mitte November geplant

Von der Grünen Insel zurück gekehrt sind zwölf Schüler des buerschen Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums. Im Gepäck haben die AvDler aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 allerlei Erinnerungen und Eindrücke.

Zum Beispiel vom irischen Schulsystem, das im PISA-Test besser abgeschnitten hat als das deutsche - zur Verwunderung der Gymnasiasten. "Der Unterricht war sehr chaotisch", so Theresa Disselkamp. "Die Schüler hatten gar keine Disziplin, haben ständig untereinander geredet und die Lehrer konnten sich nicht durchsetzen", so die AvDlerin.

Die Reise führte die Gymnasiasten nach Kilrush an der irischen Atlantikküste, wo sie die Kilrush Community School besuchten. "Kilrush hat ungefähr 3000 Einwohner", erklärt der betreuende Lehrer Michael Scharnowski. Entsprechend klein sei die Schule mit ihren 350 Schülern gewesen. Zu sehen gab's aber einiges: Delfine im Fluss Shannon, an dessen Mündung Kilrush liegt, konnten sie während einer Segeltour erspähen. Besonder gut in Erinnerung haben die Schüler auch die Gastfreundschaft der irischen Familien, in denen sie untergebracht waren für die gut einwöchige Reise.

Auch für die Englischkenntnisse war die Fahrt hilfreich: Schließlich sprachen die Iren kein Deutsch. "Anfangs war es schwierig, weil sie schnell und nuschelig gesprochen haben", erzählt Johannes Kortmann. "Nachher ging's aber, wenn sie sich angestreng haben."

Der Gegenbesuch der Austauschpartner ist für Mitte November geplant. Wann genau sie kommen, scheint jedoch noch nicht klar zu sein. Denn mit Terminen, so die Erfahrung der Gruppe, nehmen es die Iren nicht eng: "Wir haben wohl keine Aktivität pünktlich beginnen können", lachen die AvDler. Scharnowski fügt an: "Sich um acht Uhr zu treffen, heißt eher, sich um acht Uhr fertig zu machen."

Wenn die irische Gruppe jedenfalls kommt, bleibt sie nach der ursprünglichen Planung lediglich für fünf Tage in Buer. Die Meinung der Schüler: zu wenig. Jetzt wollen sie einen netten Brief nach Irland schreiben und hoffen, dass ihre Austauschpartner mindestens eine Woche bleiben können.

Von Alexander Becker

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