CDU wehrt sich gegen die Friedhofsschließung in Horst

Die Stadt plant, den Friedhof Horst-Süd aufzugeben. Die Fläche soll zukünftig dem Hochwasserschutz dienen.
Die Stadt plant, den Friedhof Horst-Süd aufzugeben. Die Fläche soll zukünftig dem Hochwasserschutz dienen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Schutz vor Hochwasser soll durch Entsiegelung von Flächen in Gelsenkirchen-Horst geschehen. Umbau des Sellmannsbaches, die Entflechtung des Springbaches und die Unterhaltung des Grabensystems Berger Feld seien dringend notwendig.

Die Gelsenkirchener Christdemokraten unterstützen den Maßnahmenkatalog zur Reduzierung des Hochwasserrisikos, wehren sich aber gegen die Schließung des Friedhofes Horst-Süd. Entsprechende Pläne hatte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung West vorgestellt.

Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben die Notwendigkeit von Vorsorge und Schutzmaßnahmen immer deutlicher werden lassen, heißt es in einer Stellungnahme der CDU. Im Rahmen der EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie müsse die Verwaltung Sorge dafür übernehmen, dass nachteilige Folgen für Menschen, Umwelt, das Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten verhindert werden.

Vermehrt auftretenden Starkregenereignisse

Birgit Lucht, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Die immer wiederkehrenden Überschwemmungsereignisse der vergangenen Jahre unterstreichen die Notwendigkeit, Risikobereiche zu definieren und Maßnahmen zur Verhinderung dieser Schadensereignisse zu finden. Die aufgrund des Klimawandels vermehrt auftretenden Starkregenereignisse werden voraussichtlich noch weiter zunehmen. Die CDU unterstützt daher sämtliche Anstrengungen, um zukünftige Schadensereignisse zu verhindern oder zumindest deutlich abzumildern.“

Aktuell zielen die Maßnahmenkategorien vor allem auf den Bereich der Vorsorge durch Informationsbereitstellung, Gefahrenabwehrplanung und Kontrollen von Deichen. „Wir unterstützen aber auch bauliche Maßnahmen für den natürlichen Wasserrückhalt und den technischen Hochwasserschutz. So sind der zügige Umbau des Sellmannsbaches, die Entflechtung des Springbaches, die Unterhaltung des Grabensystems Berger Feld sowie weitere Maßnahmen, wie die Entsiegelung von Flächen zur natürlichen Versickerung dringend erforderlich. Eine Schließung des Friedhofs Horst-Süd werden wir aber auf keinen Fall mitmachen“, erklärt Lucht abschließend.