Bundesmittel für Schulumbau in Buer

Ein Sanierungsfall: das marode Gebäude der Grundschule an der Velsenstraße in Buer.
Ein Sanierungsfall: das marode Gebäude der Grundschule an der Velsenstraße in Buer.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Für die Grundschule an der Velsenstraße deutet sich eine (finanzielle) Lösung an: Die Stadt hofft auf Fördermittel vom Bund, um das Gebäude der nahen Uhlenbrockschule für die Grundschüler umzubauen.

Gelsenkirchen-Buer..  Abriss oder Neubau der maroden Lindenschule: Die Beantwortung dieser Frage wird erneut vertagt. Wie Schuldezernent Dr. Manfred Beck auf WAZ-Nachfrage mitteilte, braucht die Gesamtschule Buer-Mitte die Container, in die die Grundschüler ab 2016 vorübergehend umquartiert werden sollen, nun doch erst einmal selbst. Dafür deutet sich in Bezug auf den Sanierungsfall Grundschule an der Velsenstraße eine Lösung an – wenn denn der Umbau der Uhlenbrockschule sich tatsächlich mit Bundesmitteln stemmen ließe. Wie berichtet, bevorzugt die Verwaltung den Umzug der Grundschule in das zum August 2017 leergezogene Gebäude an der Polsumer Straße.

„Wir prüfen derzeit, ob der Umbau der Förderschule für Grundschulzwecke durch das neue kommunale Investitionsförderungsprogramm des Bundes mitfinanziert werden könnte“, so Beck. Hintergrund ist der Raumzuschnitt: Die Klassenstärke in Förderschulen ist deutlich geringer als an Grundschulen, damit sind die Räume in der Uhlenbrockschule zu klein für die Klassen von der Velsenstraße. Eine mittelfristige Verringerung der Klassenstärke, also eine Anpassung an die Förderschul-Räumlichkeiten, scheitert jedoch an der Finanzierung der Lehrkräfte. „Münster hat uns mitgeteilt, dass wir für solch eine Umstellung nicht mehr Lehrer bewilligt bekämen.“

Sanierung würde Millionen kosten

Kurz: Entweder müsste die Stadt das marode Gebäude an der Velsenstraße mit Millionenaufwand sanieren – oder mit ebenfalls nicht geringen Kosten in der Förderschule (zum Teil tragende) Wände versetzen lassen.

„Wir favorisieren den Umbau, weil das Gebäude an der Polsumer Straße eine bessere Bausubstanz hat und über eine Sporthalle verfügt; die fehlte der Schule am Standort Velsenstraße bislang“, so Beck. Er ist „optimistisch, dass sich dieses Vorhaben mit dem neuen Konjunkturpaket III realisieren lässt.“ Definitives lasse sich aber erst nach den Sommerferien sagen, wenn die konkreten Vorgaben für das Förderungsprogramm des Bundes feststehen.

Neue Prioritäten

Wie lange die Lindenschule Buer auf ein Votum in Sachen Sanierung warten muss – eigentlich sollte es schon Anfang des Jahres fallen – vermochte Beck nicht zu sagen. „Nach den Ferien wird die Hochbauverwaltung die Prioritätenliste überarbeiten. Das Ergebnis wird mit der Schulleitung der Lindenschule abgestimmt.“

Wie berichtet, sind beide Grundschulen in Buer gleichermaßen marode: Nötig ist jeweils eine Kernsanierung der alten Gebäude inklusive Fassadendämmung, neuer Sanitärräume und Heizungstechnik, hinzu kommt eine Anpassung an die künftigen Anforderungen des Offenen Ganztags (OGS) und der Inklusion – Stichwort: Barrierefreiheit. In beiden Fällen werden Millionenbeträge veranschlagt.