Buer-Nord erhält zusätzlichen Bahnsteig

In Buer-Nord müsste ein zusätzlicher Bahnsteig gebaut werden.
In Buer-Nord müsste ein zusätzlicher Bahnsteig gebaut werden.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Ab Ende 2019 werden die S-Bahnen im Ruhrgebiet auf den Hauptstrecken im 15-Minuten-Takt verkehren. Die Folge: Die S 9 verkehrt dann ab Buer-Nord nicht nur in Richtung Haltern, sondern zusätzlich auch nach Recklinghausen Hbf.

Gelsenkirchen-Buer..  Wenn ab Ende 2019 die S-Bahnen im Revier auf ihren Hauptstrecken nicht mehr alle 20-, sondern fortan alle 15 Minuten verkehren werden, dann wirkt sich der Plan des Verkehrsverbundes auch auf den Haltepunkt Buer-Nord aus. Die S 9 wird dort einmal in der Stunde in Richtung Haltern und zusätzlich auch in Richtung Recklinghausen verkehren. In Richtung Essen und Wuppertal verdoppelt sich das Angebot: Die Züge verkehren dann zweimal in der Stunde.

Mit der Verlängerung der Linie in Richtung Recklinghausen entlang der Hamm-Osterfelder-Bahn ist die Wiederbelebung der Bahnhöfe in Westerholt und Herten verbunden. Und am hoch gelegenen Haltepunkt an der Königswiese in Buer muss ein zusätzlicher Bahnsteig errichtet werden. Auch wenn VRR-Sprecher Holger Finke noch verhalten von „baulichen Anpassungen“ spricht, so sind dort erhebliche Investitionen notwendig. Der neue Bahnsteig müsste an einem der südlich gelegenen Gleise errichtet werden, weil der am Nord-Gleis vorhandene Bahnsteig von den Zügen in Richtung Recklinghausen nicht genutzt werden kann: An dieser Stelle geht es bereits in Richtung Marl und Haltern, ein Verschwenken zurück auf die Gleise in Richtung Recklinghausen ist dort nicht mehr möglich.

Holger Finke: „Der neue Bahnsteig soll auf jedenfall barrierefrei ausgebaut werden“ - wegen der Hochlage also mit Treppenanlage und Aufzug. Wo sich der Zugang befinden wird – an der Ost- oder an der Westseite des Brückenbauwerkes – sei zur Zeit noch nicht bekannt. Voraussichtlich gegen Ende des Monats erwartet der Verkehrsverbund die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die in Recklinghausen vorgestellt werden soll.

Machbarkeitsstudie

Die Studie soll Aufschluss darüber geben, wie und wo die neuen Bahnhöfe errichtet werden sollen. Denn neben dem neuen Bahnsteig in Buer-Nord muss der VRR die Frage klären, wo die Züge der S 9 zukünftig auch in Westerholt und in Herten halten werden. Für Westerholt kommt wohl ein neuer Haltepunkt auf dem alten Zechengelände infrage, weil das alte Bahnhofsgebäude an einen privaten Investor verkauft wurde. In Herten-Mitte steht ein Standort am Bahnübergang Paschenbergstraße oder nahe der Feldstraße im Fokus. An der Feldlage verlaufen die Gleise in Tieflage, so dass auch dort nicht nur ein Bahnsteig, sondern auch ein Aufzug gebaut werden müsste.

Finanzierung aus Infrastrukturprogramm

Wie hoch die Investitionen sein werden, konnte Holger Finke nicht sagen. Sie sollen aus dem Infrastrukturprogramm für den Schienenpersonennahverkehr finanziert werden.