„Buer Live“ bot an allen Tagen handgemachte Musik

Buer live sorgte mit seinem Programm für eine prall gefüllte Hochstraße.
Buer live sorgte mit seinem Programm für eine prall gefüllte Hochstraße.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
In einem neuen Gewand sollte das Fest erscheinen, das hatten die Veranstwortlichen schon länger angekündigt. Eine spürbare Veränderung: Statt Schlager stand ein mehrstündiges Gastspiel der „Westernhagen Coverband“ auf dem Programm.

Gelsenkirchen-Buer..  Von der Bühne herunter singt die band „The Ravells“ den Titel „You Got It“. Davor drängen sich die Gäste. Der Eröffnungsabend von „Buer Live“ ist wieder den „Wilden Sechzigern“ gewidmet. Das war im vergangenen Jahr ein großer Erfolg gewesen, wird deshalb wiederholt. Heute jedoch ist die Zahl derer, die trotz der Hitze noch einmal vor die Tür gehen, weniger groß.

Dabei trägt das Fest erstmals die Spuren der Veränderung, die die Veranstalter, Werbegemeinschaft Buer und WKV Klare, schon länger angedacht hatten. Der erste Abend im Zeichen der Sechziger, der zweite ganz ohne Schlager, dafür mit einem mehrstündigen Gastspiel der „Westernhagen Coverband“.

Kein Schlager im Programm

„Wir wollten mal eine andere Schiene fahren mit Rockbands an beiden Tagen“, erklärt Hans Klare. „Und nach der Coverband haben viele Gäste gefragt“, verrät der Ausrichter der buerschen Stadtfeste, der dies bereits seit rund 30 Jahren tut. Und ganz ohne zünftige Musik will er das Fest diesmal nicht zu Ende gehen lassen. Für den Sonntag steht mit den „Berg-Steirern“ Volksmusik auf dem Programm. Auch das nämlich geht in Buer, weiß Klare: „Wir hatten vor Jahren mal die Hellwegs hier. Da wäre die Stadt fast zusammengebrochen.“ Man tue schon, was man könne, so Klare. Schließlich müsse alles, inklusive dem großen Feuerwerk, auch bezahlt werden. Und in Buer gebe es ja sogar zwei Stadtfeste im Jahr: „Da müssen wir uns ganz schön strecken.“

Ein paar Gäste stoßen jetzt noch dazu. Alle suchen ein schattiges Plätzchen. Während auf der Bühne „Hotel California“ gespielt wird, stehen die Gäste für ein erfrischendes Kaltgetränk an. Andere bummeln die Hochstraße entlang, vorbei an den Ständen lokaler und regionaler Anbieter, wo es Schmuck zu kaufen gibt wie auch Shirts und Schals mit Strassmotiven.

Tanzen in der Hitze

Gudrun Moselewski steht an ihrem Stammplatz. Kurz vor der Ecke Ophofstraße bietet sie regelmäßig bei Stadtfesten – und nur hier – ihre Fotoarbeiten an. Und sie hat neue Kleinigkeiten dabei, selbst gestaltete Fotobücher, Gästebücher, dazu Streichholzschachteln mit buerschen Motiven verziert. Dazwischen gibt es auch mal Urlaubsmotive zu sehen. „Nur Lokales habe ich nie gemacht“, so Moselewski, die hier ihrem Hobby frönt. „Langeweile kenne ich nicht“, lacht die passionierte Fotografin, die seit vielen Jahren bei den Stadtfesten dabei ist und nicht die Lust verliert an ihrem kreativen Schaffen. „Es muss abwechselungsreich bleiben. So lange macht es auch Spaß.“

Auf der Bühne geht die musikalische Zeitreise weiter. „What’s Up“ interpretieren „The Ravells“. Beate Fährmann singt dazu - mit toller Rockstimme. Damit erreicht sie die Gäste, die trotz immer noch hoher Temperaturen dazu tanzen.