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Umweltzone

Buer gehört dazu, Hassel und Scholven nicht

30.12.2011 | 10:10 Uhr
Buer gehört  dazu, Hassel und Scholven nicht
Auch die Polsumer Straße ist eine stark befahrene Verkehrsachse. Hassel und auch der Stadtteil Scholven gehören aber nicht mehr zur Umweltzone Ruhrgebiet.Foto: Thomas Gödde

Gelsenkirchen-Buer.  Das ganze Ruhrgebiet, die ganze Stadt eine einzige Umweltzone. Die ganze Stadt? Der Jahreswechsel bringt eine Ausweitung der Verkehrsbeschränkung mit sich, die - grob beschrieben - vom Ückendorfer Süden bis zum Nordring reicht. Ab 1. Januar 2012 dürfen fast flächendeckend in der Zone nur noch Autos unterwegs sein, die eine rote, gelbe oder grüne Plakette tragen. Die Umweltzone in Gelsenkirchen umfasst dann auch das buersche Zentrum.

Das ganze Ruhrgebiet, die ganze Stadt eine einzige Umweltzone. Die ganze Stadt? Der Jahreswechsel bringt eine Ausweitung der Verkehrsbeschränkung mit sich, die - grob beschrieben - vom Ückendorfer Süden bis zum Nordring reicht. Ab 1. Januar 2012 dürfen fast flächendeckend in der Zone nur noch Autos unterwegs sein, die eine rote, gelbe oder grüne Plakette tragen. Die Umweltzone in Gelsenkirchen umfasst dann auch das buersche Zentrum. Der Raffineriestandort Horst gehört ebenfalls dazu - Scholven und die verkehrsbelastete Polsumer Straße in Hassel aber nicht. Trotz Chemieproduktion, trotz Strom- und Fernwärmeerzeugung gehören die beiden nördlichsten Stadtteile zum so genannten Luftreinhalteplangebiet.

Johannes Wiedemeier, bei der Bezirksregierung in Münster zuständig für den Emissionsschutz, erklärt den Zuschnitt der Gelsenkirchener Umweltzone: „Entscheidend für die Ausweisung einer Umweltzone ist die Schadstoffkonzentration durch Feinstaub und Stickstoffdioxid, die sich aus einer hohen Verkehrsbelastung und einer dichten Wohnbebauung ergibt.“ So sei die „Durchlüftung“ der vergleichsweise breiten Polsumer Straße besser als die der engen Kurt-Schumacher-Straße in Schalke. Die starke Belastung der Kurt-Schumacher-Straße, über die auch der Verkehr vom und zum Stadthafen führe, habe zu dem Entschluss geführt, auch das Industriegebiet entlang der Uferstraße in die Umweltzone miteinzubeziehen. Im Gegensatz zu den Industrie- und Gewerbegebieten im Stadtnorden. Dort seien Belastungen in dieser Größenordnung nicht gegeben.

Werner Klaus Jansen (CDU), Vorsitzender des Umweltausschusses, kann mit dem jetzigen Zuschnitt leben: „Eine Ausweitung der Umweltzone auf Hassel und Scholven nützt der Kurt-Schumacher-Straße überhaupt nichts.“ Gleichwohl meldet er grundsätzliche Kritik an. Jansen: „Grüne Welle, Einschränkung der Diesel-Förderung, Druck auf die Autoindustrie, Einschränkung des Handels mit Verschmutzungsrechten: In diesen Bereichen müsste was getan werden.“ Auch die Stadt habe einen gewissen Handlungsspielraum. „Man muss nicht jede Baulücke schließen wollen, es muss nicht jeder Grashalm bebaut werden“, argumentiert er für die Schaffung von „Luftschleusen“, die helfen könnten, die Schadstoffbelastung zu verringern.

Joachim Brendel, Geschäftsführer für die Bereiche Handel und Verkehr bei der IHK Nord Westfalen in Münster, betrachtet die ausgeweitete Umweltzone skeptisch: „Die damit verbundenen Ziele sind so vage, die damit verbundenen Restriktionen für die Betriebe umso erheblicher.“ Aus diesem Grund ist er froh darüber, dass der Gelsenkirchener Norden von den Beschränkungen ausgenommen bleibt. Er verweist auf wirksame Filtertechnik, die in den Kraftwerken eingesetzt werde, und auf moderne Tankfahrzeuge, die gelbe, wenn nicht sogar schon grüne Plaketten hätten. Das alles trage schon jetzt zu einer Reduzierung der Luftschadstoffe bei. Die Belastungswerte würden weiter zurückgehen, wenn demnächst noch die Euro 6-Norm für Kraftfahrzeuge komme. Dann sei zu überlegen, die Umweltzone neu festzulegen.

Wolfgang Laufs

Kommentare
31.12.2011
11:07
Buer gehört dazu, Hassel und Scholven nicht
von Hometown-Glory | #1

Als Bürger der im Norden wohnt, kommt man sich ziemlich verarscht vor

"Er verweist auf wirksame Filtertechnik, die in den Kraftwerken eingesetzt...
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2011-12-30 10:10
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