Bogestra bietet Busse
27.12.2011 | 17:05 Uhr 2011-12-27T17:05:00+0100
Gelsenkirchen-Buer. Nachdem Großbrand im Betriebshof Bottrop der Vestischen Straßenbahnen kann das Nahverkehrsunternehmen auf Nachbarschaftshilfe bauen. So wollen die Dortmunder Stadtwerke neun Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die Bogestra bietet sogar maximal 20 Busse an.
Für Norbert Konegen, Sprecher der Vestischen Straßenbahnen, war es eine „logistische Meisterleistung“: Nur wenige Stunden nach dem Großbrand, der am 1. Weihnachtstag die Busse und das Bottroper Depot des Nahverkehrsunternehmens vernichtet hatte, rollte der Busverkehr wieder fahrplanmäßig - auch im Gelsenkirchener Norden. 20 angemietete Fahrzeuge von Fremdunternehmen sorgen in diesen Tagen dafür, dass keine Lücken im Fahrplan entstehen.
Mit dem Ende der Schulferien steht schon die nächste „Nagelprobe“ an: Der Normalbetrieb kann nicht allein durch die im Betriebshof Herten stationierten Busse und die Betriebsreserve abgedeckt werden.
Deshalb ist das Unternehmen dankbar für die Nachbarschaftshilfe. So wollen die Dortmunder Stadtwerke neun Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die Bogestra bietet sogar maximal 20 Busse an. „Die stehen im Betriebshof in Ückendorf und sollten, da sie zur Abschreibung anstehen, eigentlich im Januar in den Wiederverkauf gehen“, erklärt Bogestra-Sprecherin Sandra Bruns. Zudem habe man den Kollegen der Vestischen angeboten, dass sie auch die Werkstatt mitbenutzen können.
Ob die Vestische Verwendung für alle 20 Bogestra-Fahrzeuge haben wird, muss sich in den nächsten Tagen zeigen, wenn die Pläne für den Normalbetrieb ausgearbeitet sind. „Fahrer aus Bottrop werden jetzt ihren Dienst in Herten antreten, Busse aus Herten werden jetzt dort eingesetzt. Dadurch verlängern sich Wegezeiten, die in die Pläne eingearbeitet werden müssen“, so Konegen. Der Betriebshof Bottrop stellte bislang die Busse, die von Buer aus in westlicher Richtung unterwegs sind, zum Beispiel für die Linien SB 91, CE 56, 255 und 260.
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