Blobster blickt auf den Goldbergplatz

Ein Alu-Dings auf einem Metall-Torbogen: Der Blobster bildet seit Herbst 2013 am Rand des Goldbergplatzes den künstlerischen Mittelpunkt der Kulturmeile in Buer. Was war die Aufregung groß, als der Entwurf des Künstlers Gereon Krebber in die Tat umgesetzt wurde. Die Kritiker sind inzwischen verstummt, die Passanten, so scheint’s, zollen dem Kunstwerk eine friedliche Nichtbeachtung.

„Kunst im öffentlichen Raum hat immer verloren“, sagte der in Oberhausen geborene, in Bottrop aufgewachsene, in Köln lebende und stark mit Gelsenkirchen verbundene Gereon Krebber, Bildhauer und zugleich Professor der Düsseldorfer Kunstakademie, kurz bevor der Blobster enthüllt wurde. Kunst, davon ist er überzeugt, darf sich nicht nur beschränken auf den geschützten Raum eines Museums. Kunst muss auch draußen zu finden sein - da, wo die Kommentare weh tun, da, wo man ihr nur schwer entgehen kann. Gelsenkirchen ist für Krebber ein wohlbekannter Kunststandort: 1995 ließ er eine „Emscheramphibie“ die Abwasserkloake flussabwärts treiben, 2002 erhielt er den Förderpreis der Stadt und 2004 baute er in der Sparkasse eine Bodenplatte auf, aus der ein meterhohes Ungetüm aus Frischhaltefolie und Luftballons entstieg.